Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2015/56: Gesamtschau Sportförderung des Bundes · 45 Seiten
Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 6Fedlex · Ergebnisbericht
die Trennung von J+S und dem Nachwuchssport. SATUS und AeCS erachtet eine klarere Abgrenzung zwischen Leistungssport und Breitensport als notwendig.
SATUS fordert eine klare Aufgabenverteilung zwischen dem BASPO, SOA und dem BAG. Die Verteilung und Zuteilung der Bundesgelder sowie die Unterstützung und Förderung des Breitensports soll vollumfänglich durch das BASPO erfolgen. SOA soll sich vollständig dem Leistungssport annehmen.
SOA sowie sämtliche Sportverbände fordern, dass die finanzielle Unterstützung der Sportverbände, u.a. für die Professionalisierung des Trainerwesens, für die Optimierung des Verbandsmanagements sowie für die Unterstützung dezentraler Leistungszentren kurzfristig auf mindestens 30 Mio. Franken und mittel- und langfristig auf 50 bis 75 Mio. Franken festzusetzen sei.
Nach SSV ist es korrekt, dass sich die Konzepte schwergewichtig auf die Unterstützung der Arbeit von Vereinen fokussieren, auch wenn die Tendenz zum Individualsport zunehme.
Integration Handicap, PluSport, ProCap und SPV verweisen auf das Behindertengleichstellungsrecht. Insbesondere sei bei der Gesamtschau dafür zu sorgen, dass ganz konkrete Grundhaltungen und Massnahmen zur Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung am kulturellen Leben, Erholung, Freizeit und Sport entwickelt werden. Die Zugänglichkeit von Sportanlagen für Menschen mit Behinderung sei vollständig umzusetzen.
VFG, Gesundheitsförderung und Pro Senectute begrüssen die vermehrte Förderung im Breitensport. Gemäss Pro Velo und PHS wurde der Fokus demgegenüber nicht ausreichend auf die Bewegungsförderung und den gesundheitswirksamen Breitensport gelegt. Pro Senectute ist der Meinung, dass der Altersgruppe 60+ noch mehr Beachtung geschenkt werden sollte.
EBK wünscht sich den Fokus auf ein gesundes Körpergewicht und die Bewegung. CardioVasc betont, dass aus gesundheitlicher Perspektive der Alltagsbewegung das grösste Gewicht beigemessen werden müsse (auch Wanderwege, Gesundheitsförderung, SUS). Es seien mehr Mittel in die Bewegungsförderung zu stecken unter Berücksichtigung der Multidisziplinität der Bewegungsdeterminanten. Die Förderung von Bewegungsräumen sei ebenfalls zentral. Die fehlende Zusammenarbeit mit anderen Sektoren der Politik, namentlich mit der Gesundheit,
wird als Mangel betrachtet (auch PHS). PHS führt dazu aus, dass insbesondere im Rahmen der NCD-Strategie der Sport und die Bewegung besser eingegliedert werden müssen. Nach Idée-Sport müsse der Zusammenarbeit zwischen den Organisationen der Sportförderung und den Organisationen, welche Gesundheit, Wohlbefinden und Prävention pflegen, ein höheres Gewicht beigemessen werden. Weiter seien niederschwellige Aktivitäten prioritär. Es sei auch das Sporttreiben ausserhalb von Vereinen sowie im Rahmen von lokal verankerten Projekten zu fördern.
Pro Velo und PHS erachten die geplanten Investitionen in Immobilien für den Sport als zu hoch. Diese würden der Alltagsbewegung nicht dienen und hätten für die Förderung des Breitensports nur eine marginale Wirkung. Swiss coach erachtet eine Investition in die Infrastrukturen demgegenüber als eine bedeutungsvolle Voraussetzung, um die Massnahmen im Breitensport umsetzen zu können. Nach Unihockey sind die Nutzungsbedingungen von Sportinfrastruktur prioritär zu verbessern.
Die Rückmeldungen von SchweizMobil zielen primär darauf ab, die raumbezogene Infrastruktur (Langsamverkehr, Routen) mittel- bis langfristig qualitativ zu optimieren und zu sichern. SOA und die meisten Sportverbände machen auf die Rahmenbedingungen des Sports, wie z.B. Umweltauflagen, Nutzung des Waldes und Raumplanungsaspekte aufmerksam. Da diese grossen Einfluss auf die Ausübung des Sports haben, müssten sie in alle Überlegungen mit einbezogen und sportfreundlich ausgestaltet werden.
Cevi fordert eine gendergerechte Sprache in den verschiedenen Konzepten.
Pfadi möchte das Schwergewicht auf eine bessere Berücksichtigung der Jugendarbeit legen.
BBGR führt aus, dass die Sportförderung indirekt auch immer Tourismusförderung sowie Berggebiets- oder Regionalpolitik bedeute. Die Förderung von Sport- und Bewegungsaktivitäten führe auch zu einer Sicherung lokaler Arbeitsplätze (SSSSVG). Seilbahnen und SSSSVG betonen, dass der Schneesportförderung von Kindern und Jugendlichen ein besonders hoher Stellenwert eingeräumt werden müsse. Auch der STV erachtet die Förderung des Schneesports,