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Vernehmlassung 2017/83: Etappe 2 des Sachplans geologische Tiefenlager · 43 Seiten
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3.4 Südranden SMA
Standortgebiet Südranden (SH)
Kategorie Schwach- und mittelaktive Abfälle (SMA)
Stand des Prozesses Etappe 2
Stand der Koordination Vororientierung
Standortgemeinden (alle Kanton SH)
Beringen, Neuhausen am Rheinfall, Neunkirch, Wilchingen
Gemeinde des Standortareals für eine Oberflächenanlage
Neuhausen am Rheinfall (SH)
Betroffene Nachbarkantone und -länder in unmittelbarer Nähe des Standortgebiets
Kantone Thurgau und Zürich, Deutschland (Landkreise Konstanz und Waldshut)
Geologische Charakteristik des geologischen Standortgebiets
Der einschlusswirksame Gebirgsbereich im Standortgebiet besteht aus dem Wirtgestein Opalinuston und dessen Rahmengesteinen. Das Standortgebiet liegt in einem tektonisch wenig beanspruchten Bereich (östlicher Tafeljura). Die Ränder des Standortgebiets werden durch die Tiefenlage bzw. durch die Randzone des Hegau-Bodensee-Grabens sowie durch die Staatsgrenze definiert. Generell ist das Wirtgestein sehr ruhig gelagert und leicht nach Südosten geneigt.
Standortareal für die Oberflächenanlage
Beschrieb: Das Standortareal SR-4 liegt in einer Senke inmitten des Neuhauserwaldes auf dem «Läuferberg» zwischen Neuhausen am Rheinfall und Beringen.
Erschliessung: Der Waldstandort würde eine aufwändige verkehrliche Erschliessung erfordern. Für den Bahnanschluss wäre eine 2,2 km lange neue Strecke vorgesehen, ausgehend von der DB-Bahnlinie Erzingen–Schaffhausen im Bereich Engi. Der Strassenanschluss an die Hauptverkehrsstrasse 13 würde entlang dem neuen Bahntrassee beginnend bei der KBA Hard sichergestellt werden.
Ergebnis der sicherheitstechnischen Beurteilung des SMA-Gebiets
Das ENSI bewertet das geologische Standortgebiet Südranden für ein Tiefenlager für schwach- und mittelaktive Abfälle als geeignet. Die in Etappe 1 definierte Grenze des Standortgebiets bleibt unverändert bestehen. Das Standortgebiet weist jedoch eindeutige Nachteile im Vergleich zu anderen SMA-Standortgebieten auf. Das betrifft die Indikatoren «Tiefenlage unter Fels im Hinblick auf glaziale Tiefenerosion», «Platzangebot» und «Mächtigkeit». Das ENSI beurteilt das SMA-Standortgebiet Südranden daher als eindeutig weniger geeignet und stimmt dem Vorschlag der Nagra zu, das Standortgebiet aus Sicht von Sicherheit und technischer Machbarkeit zurückzustellen.
Ergebnis der sicherheitstechnischen Beurteilung der Oberflächenanlage
Das Standortgebiet wird als Reserveoption festgelegt. Deshalb erfolgte keine sicherheitstechnische Beurteilung der Oberflächenanlage.