Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2023/12: Strategie der Internationalen Zusammenarbeit 2025–2028 · 69 Seiten
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Massgebend für ein Engagement der IZA sind die folgenden drei Kriterien: 1. die Bedürfnisse vor Ort, 2. der Mehrwert der Schweizer IZA im internationalen Vergleich und 3. die langfristigen Interessen der Schweiz.
Die vier Ziele der Strategie der internationalen Zusammenarbeit der Schweiz 2021– 24 werden beibehalten. Sie haben sich als sinnvoll erwiesen, um den Herausforderungen zu begegnen und einen wirksamen Beitrag zum gesetzlichen Auftrag der IZA zu leisten. Die vier Schwerpunktregionen der Strategie 2021–24 (Nordafrika und Mittlerer Osten, Subsahara-Afrika, Osteuropa sowie Asien) sind nach wie vor relevant und werden für den Zeitraum 2025–28 beibehalten. Das Engagement der Schweiz ist langfristig angelegt, um die erzielten Ergebnisse zu konsolidieren, die Arbeitsmodalitäten in den Schwerpunktländern können jedoch rasch an die sich ändernden Gegebenheiten angepasst werden.
… aber unsere Herangehensweise anpassen
Die Strategie der internationalen Zusammenarbeit 2025–28 nimmt die strategischen Ziele aus der Vorläuferstrategie der Jahre 2021–24 auf, sieht aber folgende Änderungen vor, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden:
• Der Verpflichtungskredit für humanitäre Hilfe wird erhöht. Grund dafür sind die wachsenden humanitären Bedürfnisse und die immer längere Dauer der Einsätze.
• Die Liste der Schwerpunktländer wird überarbeitet. Sie umfasst neu neben den Schwerpunktländern der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit auch die Länder, die von langanhaltenden humanitären Krisen betroffen sind.
• Durch die Berücksichtigung von Themen, die im Zeitraum 2025–28 besondere Aufmerksamkeit erfordern, werden neue Schwerpunkte gesetzt, zum Beispiel in den Bereichen Demokratieförderung, Gesundheit, Migration, Privatsektor und Kampf gegen den Hunger.
• Die Schweiz setzt auf ein starkes multilaterales Engagement mit Fokus auf den globalen Herausforderungen (Frieden, Sicherheit, Umwelt, neue Technologien, Gesundheit). Dazu braucht es ein gemeinsames Vorgehen und konkrete Massnahmen zugunsten der Menschen.
• Die geplanten Massnahmen orientieren sich an den Menschen und ihre Umsetzung wird soweit möglich lokalen Akteuren anvertraut, um Relevanz und Nachhaltigkeit zu gewährleisten.
• Es braucht ein Engagement aller Akteure (Privatsektor, Wissenschaft, NGO, öffentliche Verwaltung), um die Expertise der Schweiz zur Geltung zu bringen.
• Die Suche nach Synergien für die Finanzierung und den Fortbestand globaler öffentlicher Güter (Biodiversität, Gesundheit, Wasser usw.)
Die vorliegende Strategie zielt darauf ab, die Instrumente der IZA in Zeiten globaler Unsicherheit zu stärken und zu flexibilisieren. Auch wenn der Krieg in der Ukraine und seine Folgen einen wichtigen Platz in dieser Strategie einnehmen, erfordern die humanitäre Tradition der Schweiz und ihre Interessen, dass das Engagement der IZA im Rest der Welt aufrechterhalten wird.