Vernehmlassungsvorlagen und erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 214 Seiten

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Im Rahmen der Legislaturplanung des Bundes besteht ein periodisch aktualisiertes Monitoring, das der Beobachtung der Ziele mittels Indikatoren dient. Der BFI-Bereich ist mit mehreren Zielen und Indikatoren vertreten (vgl. Ziff. 1.4).

Der Einsatz und die Anwendung der Instrumente werden laufend geprüft und verbessert. Das SBFI erstellt und aktualisiert jährlich ein Arbeitsprogramm zu den Wirksamkeitsprüfungen, das in den BFI-Prozess eingebettet ist. Dieses enthält die Planung von Evaluationen und Monitoring und beschreibt deren Umfang, Zeitplanung und Kosten. Gleichzeitig beschreibt es die abgeschlossenen Evaluationen. Bei der Durchführung von Wirksamkeitsprüfungen werden laufend die «best practices» in der Nutzung von Wirkungsmodellen berücksichtigt. Die Ergebnisse der Wirksamkeitsprüfungen werden systematisch bei der Beurteilung von Massnahmen und Regulierungen verwendet. Die Wirksamkeitsprüfung wird so geführt, dass sie der Gesamtförderung des BFI-Bereichs durch den Bund dient. Wichtig ist immer auch die Abwägung von Kosten und Nutzen der Wirksamkeitsprüfung. Die Wirksamkeitsprüfungen werden veröffentlicht.

In der Förderperiode 2021–2024 fanden drei grössere Evaluationen statt: die Evaluation nach Artikel 69 HFKG (gesamthaft über HFKG-Organe und HFKG-Finanzierungssystem), die Evaluation des SNF (systemisch orientierter Ansatz) sowie die Evaluation der Schweizerischen Weltraumpolitik 2008. Zudem liefert das systemische Monitoring in Form von zwei periodischen Berichten – dem Bildungsbericht 2023 und dem Bericht Forschung und Innovation in der Schweiz 2022 – wichtige Erkenntnisse zur Leistungsfähigkeit und Wirksamkeit im BFI-System über einen längeren Zeitraum. Insbesondere der Bildungsbericht erweist sich als eine zentrale Grundlage für die Steuerung und Weiterentwicklung des Bildungssystems Schweiz.

Berufs- und Weiterbildung

Der Lehrstellenmarkt ist stabil. Dies belegt der vom SBFI in Auftrag gegebene Nahtstellenbarometer26, der jeweils im April und im August die Situation am Übergang von der obligatorischen Schule in die Berufsbildung bzw. zu weiterführenden allgemeinbildenden Schulen untersucht. Weiterhin absolviert die Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine berufliche Grundbildung. Im Gegensatz zur Allgemeinbildung beginnen viele Jugendliche in der beruflichen Grundbildung ihre Ausbildung nicht direkt nach der obligatorischen Schule.27 In der Deutschschweiz ist die Nachfrage nach Lehrstellen höher als in der französisch- und italienischsprachigen Schweiz. Um zu gewährleisten, dass Jugendliche passende Lehrstellen finden und Lehrbetriebe geeignete Lernende rekrutieren können, haben sich die Verbundpartner der Berufsbildung 2021 auf ein Commitment zur Berufswahl und Lehrstellenrekrutierung geeinigt.28

In der höheren Berufsbildung zeigt die 2018 eingeführte Finanzierung von Kursen, die auf eine eidgenössische Berufs- oder höhere Fachprüfung vorbereiten (subjektorientierte Finanzierung), Wirkung. Absolvierende erhalten bis zu 50 % der Gebühren der Vorbereitungskurse zurück, sofern sie die Prüfung (eidg. Fachausweis oder eidg.

26 Abrufbar unter: www.sbfi.admin.ch > Nahtstellenbarometer

27 Bildungsbericht Schweiz 2023, Kapitel Berufliche Grundbildung (www.skbf-csre.ch > bildungsbericht).

28 Abrufbar unter: www.tbbk-ctfp.ch > Lehrstellenbesetzung