Vernehmlassungsvorlagen und erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 214 Seiten

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den angebotenen und nachgefragten Fähigkeiten und somit zu einer hohen Erwerbstätigenquote (80 %) und niedrigen Erwerbslosigkeit (unter 5 %).13

Weiterbildung

Angesichts der technologischen und wirtschaftlichen Veränderungen und der damit einhergehenden Notwendigkeit, sich neues Wissen anzueignen, kommt der Weiterbildung (nicht-formale Bildung und informelles Lernen) eine wichtige Bedeutung zu. Ebenso trägt Weiterbildung dazu bei, Bildungsdefizite zu schliessen. Die Schweiz weist im internationalen Vergleich seit Jahren hohe Beteiligungsquoten in der Weiterbildung auf. Dies gilt für die Gesamtbevölkerung und insbesondere für Personen mit einem Abschluss auf Tertiärstufe. Hingegen ist die Teilnahmequote bei Menschen ohne nachobligatorischen Abschluss im Vergleich zu den anderen Bevölkerungsgruppen vergleichsweise tief.14

Hochschulen

Die Schweiz verfügt über international renommierte Hochschulen. In den drei gängigsten internationalen Rankings schneiden die Schweizer Universitäten im Jahr 2022 sehr gut ab (Times World University Rankings, Shanghai Jiao Tong Ranking, QS World University Rankings). Sieben von zwölf Universitäten sind unter den weltweiten Top 200 klassiert, was auf deren hohe Qualität in Forschung und Lehre hinweist. Die Zahl der Studierenden an Hochschulen hat sich seit dem Jahr 2000 mehr als verdoppelt. Der Ausbau der Fachhochschulen und die Schaffung der pädagogischen Hochschulen haben erheblich zu dieser Entwicklung beigetragen. Der Frauenanteil und der Anteil ausländischer Studierender erhöhten sich in den letzten Jahren ebenfalls.15

Integration in den Arbeitsmarkt

Die vornehmlich betrieblich basierte Berufsbildung leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration der Jugendlichen in den Arbeitsmarkt. Im internationalen Vergleich ist die Erwerbslosenquote gemäss der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) bei den Jugendlichen in der Schweiz vergleichsweise tief. Ebenso liegt der Anteil der nichterwerbstätigen Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren, die weder an Bildung noch an Weiterbildung teilnehmen, deutlich unter dem EU-Durchschnitt.16

Ein Jahr nach dem Hochschulabschluss ist der Grossteil der Absolventinnen und Absolventen erwerbstätig.17 Die Erwerbslosenquote gemäss ILO beträgt für die Abschlussjahrgänge 2020 ein Jahr nach Abschluss 3,3 Prozent bei den Masterabsolventinnen und -absolventen von universitären Hochschulen und 2,9 Prozent bei den Bachelorabsolventinnen und -absolventen von Fachhochschulen. Besonders tief

13 Switzerland (2022): OECD Economic Surveys: Switzerland (www.oecd-ilibrary.org > OECD Economic Surveys: Switzerland).

14 SKBF (2023): Bildungsbericht Schweiz 2023, (www.skbf-csre.ch > Bildungsbericht).

15 Abrufbar unter: www.bfs.admin.ch > Bildung und Wissenschaft > Eintritt in den Arbeitsmarkt > Tertiärstufe - Hochschulen

16 BFS (2022): Legislaturindikator: Erwerbslosenquote der Jugendlichen (www.bfs.admin.ch > Statistiken finden > Monitoring der Legislaturplanung > Alle Indikatoren > 1 Wohlstand > Erwerbslosenquote der Jugendlichen).

17 BFS (2020): Berufliche Situation der Hochschulabsolvent/innen, (www.bfs.admin.ch > Statistiken finden > Bildung und Wissenschaft > Eintritt in den Arbeitsmarkt > Tertiärstufe - Hochschulen).