Rapport explicatif
Consultation 1997/8: L'article sur la protection des Alpes · 80 pages
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Umsetzung des Alpenschutzartikels,Vernehmlassung Seite 11
Möglichkeitund in Abhängigkeitdes Zeitbedarfs für Unterhaltsarbeitenein Betrieb rund um die Uhr angestrebt. Falls ein 24-Stunden-Betrieb möglich ist und falls die Führung längerer Züge über die Bergstrecke gelingt,lässt sich diese Kapazitätgemäss heutiger Einschätzung auf maximal rund 685’000 Verladeplätze pro Jahr erhöhen. Dies entspricht bei einer durchschnittlichen Auslastung der Verlddeplätze von 70 Prozent rund 480’000 verlagerten Schwerverkehrsfahrzeugen mit bis zu 4 Metern Eckhöhe.6) Ein solcher Ausb,ru wäre indessen mit namhaftenInvestionen in der Grössenordnung von mehreren Hundert
Millionen Franken verbunden. Im Falle der vorgesehenenRealisierung des
Lötschberg-Basistunnels wäre ein solcher Mitteleinsatz kaum zu rechtfertigen.
Die kapazitätsmässige Ausgestaltung der Rollenden Autobahn hat sich am Verlagerungsziel und an der Leistungsfähigkeit des unbegleiteten kombinierten Verkehrs auszurichten. Aufgrund erster Schätzungenwürden im Jahr 2005 nach Einführung der LSVA und Erhöhung der Gewichtslimite inklusive Umwegverkehr rund 1,9 Millionen Schwerverkehrsfahrzeuge die Schweizer Alpen überqueren wollen. Da gemäss dem Verlagerungsziel der Plafond bei ca. 650’000 noch erlaubten alpenquerendenSchwerverkehrsfahrten angesetzt wird (alpenquerender Binnen-, Import- und Exportverkehr des Jahres 1999) müssen rund 1,25 Millionen Fahrzeuge auf die Bahn verlagert werden.
Es ist unrealistisch, dass der unbegleitetekombinierte Verkehr bis zur Inbetriebnahmeder NEAT im Jahr 2006/09 bereits in der Lage ist, dieses Verkehrsaufkommenvollumfänglich zu übernehmen.Aufgrund einer ersten Beurteilung der kurzfristig wirksamen zusätzlichen Entwicklungsmöglichkeitendes UKV kann davon ausgegangenwerden, dass im Jahr 2005 der UKV ca. 300’000 Sendungendes zu verlagerndenVerkehrs sowie ab diesemZeitpunkt das weitere Verkehrswachstum übernehmen kann.
Damit muss die Rollende Autobahn in der Lage sein, mit Inbetriebnahmeder NEAT
gegen eine MiLlion Schw erverkehrsfahrze ug e zu übernehmen. Da die Züge aufgrund der tages- und jahreszeitlich schwankenden Nachfrage im Durchschnitt nur zu rund 70 Prozent ausgelastetsein werden, bedingt dies rund 1,4 Millionen Verladeplätze pro Jahr. Dazu sind nach Inbetriebnahmeder NEAT-Lötschbergachse während des Tages (05.00 bis 21.00 Uhr) pro Stunde und Richtungzwei bis zu 1400Meter lange Züge erforderlich und in
der Nacht (21.00 bis 05.00 Uhr) ein bis zu 1400 Meter langerZug pro Stunde und
Richtung.7)
Für diese Kapazität der Rollenden Autobahn von 1,4 Millionen Verladeplätzen pro Jahr ist
die Realisierungder NEAT zwingend.Selbst wenn die Förderungdes UKV rascher
Wirkung zeigt und der UKV bereits im Jahr 2005 eine halbe Million Sendungen zusätzlich
6 Die notwendigenMassnahmen zur Leistungssteigerungdes Huckepack-Korridors Lötschberg-Scheiteltunnel - Simplon werdenmomentansowohl durch das EVED als auch durch die Bahnen vertieft evaluiert.
7 R. E. Rivier: "Capacitë au Lötschberg-Simplon en 2006 - Ligne de base Frutigen - Domodossola. Ëtude Capres". FFEP/EPFL, Lausanne, September 1996