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Consultation 2004/16: Révision de l'Assurance-maladie: projets des lois 2 · 186 pages
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Netzwerke in der Schweiz: erste breitflächige Auswirkungen, Managed Care 1/1998,
Neuhausen,S. 8ff.).
HMO's mit Capitation beruhen bereits heute auf dem Grundsatz der Budgetver-
antwortung.Durch einen Vergleich ihrer Kosten mit denenkonventionellerVersi-
cherungsformenlassen sich die finanziellenAuswirkungen der Verbreitung solcher Modelle abschätzen.Hauptschwierigkeiteines auf schweizerischenDaten beruhenden Kostenvergleichs ist der kleine Anteil der IIMO-Versicherten mit Capitation.
Der Anteil der Versichertenmit Capitationbeträgtgesamtschweizerischknapp 2
Prozent; er umfasst überdurchschnittlichviele junge und wahrscheinlich gesunde Erwachsene.
Indizien und die bisherigen Erfahrungen lassen darauf schliessen, dass die erzielten Kosteneinsparungen bei IIMO-Modellen wesentlich grösser sind als bei Hausarztmodellen. Zum selben Schluss kommt auch Hansjörg Lehmann in seiner Dissertation, gemäss der die Kosteneinsparungen nach Abzug der Risikoselektionseffekte bei HM C)-Modellen 40 Prozentund bei Hausarztmodellen 10 Prozent betragen (H. Lehmann: Managed Care, Kosten senken mit alternativen Krankenversicherungsformen?, Zürich/Chur 2003, S. 145). Der Vergleich der durchschnittlichenpro Kopf
-Bruttokostender obligatorischenKrankenpflegeversicherungdes Jahres 2002 in
Abhängigkeit des Alters der Versicherten für verschiedene Versicherungsformen und die Gegenüberstellung der Kosten der HMO mit Capitation verglichen mit den Kosten von Hausarztmodellen ohne Capitation und den Kosten normal Versicherter, zeigen, dass HMOs mit Capitation deutlich kostengünstiger als Hausarztmodelle arbeiten (vgl. Anhang). Die Unterschiede wachsen mit zunehmendem Alter der Patienten und zunehmenden Gesundheitskosten. Die Kosten der HMOs sind gesamt-
schweizerischfür junge Versicherte etwa gleich gross wie die Kosten von
Versicherten mit hohen Franchisen. Mit zunehmendem Alter der Versicherten
steigen die Kosten der HMOs wesentlich schwächer an. Es ist daher anzunehmen, dass sich mit Managed Care besonders bei teuren Fällen Kosten einsparen lassen.
Es ist jedoch ungewiss, ob im Fall einer flächendeckenden Einführung solcher
Modelle die oben genanntenKostenanteileeingespartwerden können. Erstens
handelt es sich bei der Schätzung des Kosteneinsparpotenzials um das Ergebnis
einer kurzen Versuchsperiode; die Aussagekraft dieses Ergebnisses ist nicht
repräsentativ. Zweitens sind die besonderen Umstände zu berücksichtigen, welche dieses Ergebnis möglich machen: Einerseits handelt es sich bei den an Modellen beteiligten Ärzten und Arztinnen um eine Selektion motivierter Grundversorger, welche auch an der ökonomischen Verantwortung beteiligt sind, und andererseitsist auf Seiten der Versicherten davon auszugehen,dass es sich eher um eine negative Risikoselektion handelt. Die Übertragung solcher Modelle auf das gesamte Versichertlngssystem würde daher Verhaltensänderungen sowohl seitens der Ärzteschaft als auch seitens der Patientenschafterforderlich machen. damit das Kosteneindämmungspotenzial realisiert werden kann. Jedoch kann nicht zwingend davon ausgegangenwerden, dass die guten finanziellen Ergebnisse der Modelle mit eingeschränkterWahl des Leistungserbringers in Bezug auf die Kosteneffizienz und Behandlungsqualität in einem System mit weit verbreiteten Managed Care-Modellen in vollem Umfang aufrecht erhalten werden könnten: Es ist davon auszugehen, dass sich für die Ärzte und Ärztinnen ein qualitativ anderes Spektrum von Patientenund Patientinnen ergibt. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die bis anhin ausge-
wiesenen Kostenvorteile der Managed Care-Formen gegenüber der ordentlichen