Protocollo (tedesco)
Consultazione 2010/4: esiste solo in tedesco o francese. Modification de l'art. 13, al. 3, let. b, de l'ordonnance sur l'approvisionnement en électricité (OApEl) et nouvelle annexe 1 · 17 pagine
Fedlex · Rapporto sui risultati · Pagina 10Fedlex · Rapporto sui risultati
Matthias Gysler (BFE) erklärt, dass bei jeder Rendite ein tieferer oder ein höherer Wert gefordert werden kann. Darum wurden Marktdaten genommen und es wurde versucht, den Wert empirisch festzusetzen. Auch Gemeindeobligationen beinhalten bekanntlich ein gewisses Risiko. Das einzige, was als risikolos angeschaut wird, ist die Schweizerische Bundesobligation.
Rudolf Rechsteiner (Sozialdemokratische Partei SP) fragt, ob die Neugewichtung von Eigen- und Fremdkapital den WACC erhöht und was das BFE dazu veranlasst hat, diesen Wert zu erhöhen. Es ist ungewöhnlich, dass mehr als 30 % Eigenkapital nötig sind.
Matthias Gysler (BFE) antwortet, dass hier dasselbe Argument wie vorhin gilt. Der richtige Anteil ist nicht bekannt, darum wurden die Kapitalanteile konsistent zur Peer Group verändert.
Rudolf Rechsteiner (SP) erklärt, dass die Peer Group nicht nur aus reinen Netzbetreibern besteht,
sondern auch viele Stromproduzenten beinhaltet, welche einen höheren Eigenkapitalanteil als die Netzbetreiber aufweisen.
Matthias Gysler (BFE) bestätigt, dass es sich um gemischte Betriebe handelt und der Netzteil wahrscheinlich weniger risikobehaftet ist und deshalb weniger Eigenkapital benötigt würde.
Rolf Zimmermann (Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB) erklärt, dass die Methode insgesamt fast nicht nachvollziehbar ist. Für eine öffentliche Versorgung wie die Elektrizitätswirtschaft ist die Nachvollziehbarkeit der Tarifberechnung wichtig. Es ist nicht klar, wieso mit dem vorgeschlagenen Verhältnis von Eigen- und Fremdkapital gerechnet wird und es fragt sich, wieso der Eigenkapitalanteil erhöht wurde. Es ist bei der bestehenden Trägerschaft der EVU nicht klar, wieso das Eigenkapital teurer als das Fremdkapital ist. Der Netzbetrieb ist risikolos. Die Frage ist, wieso bei dem von öffentlichen Unternehmen betriebenen Netz von Risiken ausgegangen wird. Die Unternehmen könnten öffentlich finanziert werden.
Pascal Previdoli (BFE) sagt, dass die neue Methode grundsätzlich nicht komplizierter als die alte Methode ist. Auch die heute verwendete Methode wird mittels WACC berechnet.
Rolf Zimmermann (SGB) wendet ein, dass die Berechnung nur aufgrund der Liberalisierung des Strommarkts notwendig wurde. Dies war vorher kein Problem.
Pascal Previdoli (BFE) erklärt, dass auch vor der Liberalisierung innerhalb der Unternehmen gerechnet wurde, in welchen Bereichen investiert werden soll. Es fand dabei innerhalb der Unternehmen ein Wettbewerb um Investitionen statt. Gegenüber dem heutigen StromVV ist die Methodik dieselbe geblieben. Neu ist die Einführung von Bandbreiten bei vier Parametern. Damit soll der WACC nicht jedes Jahr neu angepasst werden müssen.
Annet Radeck (swissgrid) fragt, ob es richtig ist, dass das unlevered Beta von 0,35 aufgrund von Werten der Vergangenheit gewählt wurde.
Matthias Gysler (BFE) sagt, dass diese Zahl empirisch bestimmt wurde und die Empirie immer vergangenheitsorientiert ist.
Annet Radeck (swissgrid) sagt, dass im Gutachten von Professor Volkart ein faires Beta von 0,4 bis 0,54 vorgeschlagen wurde. Es ist nicht klar, wieso im Verordnungsentwurf davon abgewichen wurde.
Martin Häberli (IGEB und ZPK) sagt, dass wenn Ermessensgründe zu einem tieferen Beta geführt haben, dieser Wert nochmals tiefer liegen kann.
10/17 003858898