Rapporto sui risultati

Consultazione 2022/2: Legge federale sull’infrastruttura di dati sulla mobilità · 284 pagine

Fedlex · Rapporto sui risultati · Pagina 247Fedlex · Rapporto sui risultati

Riferimento: BAV-011-11/15/2/1/3/1

Betreiberorganisation die Software möglichst «Open Source» zur Verfügung oder liegt es bei Privaten? Bei der NADIM gibt’s ein «Open Source Paradigma».

Antwort Gery Balmer, BAV: Hier stellt sich die Frage der Transparenz und des Vertrauens. Inwiefern sollen für die Allgemeinheit Codes öffentlich zugänglich sein.

Angela von Rooden, CH++: In der vom BAV auf seiner Homepage publizierten Standardisierungskonzept wird beispielsweise «TOMP» erwähnt ein offener Standard. Aus Sicht von CH++ und der Erfahrung ist es schwierig, die «Players» dazu zu bringen, die Daten zu teilen. Das Beispiel NOVA zeigt, dass es eine grosse Herausforderung ist, die Akteure zur Zusammenarbeit zu bewegen. Deshalb sollten die offenen Kerndaten minimal definiert werden – ein alleiniger Peer-to-Peer-Markt ist schwierig.

Thomas Küchler, openmobility.ch: Das ist wegen der Spielregeln der Marktakteure. Ich warne davor, den Marktakteuren Offenlegungspflichten aufzuerlegen.

Gery Balmer, BAV: Deshalb soll hier nun die Diskussion zu den technischen Grundfunktionalitäten der NADIM und den Aufgaben der Betreiberin geführt werden.

Helmut Eichhorn, Alliance SwissPass: Der Marktplatzansatz ist auch in der öV-Branche angekommen. Wie kann ich Interesse für einen Datenaustausch generieren? Die Erfahrungen aus NOVA zeigen, dass es Spielregeln braucht. Die organisatorischen Funktionen von Folie 20, sind dafür zentral. Start-ups haben beispielsweise nicht die Ressourcen, vertiefte Qualitätsprüfungen vorzunehmen. Ihr Fokus liegt auf der Marktentwicklung. Die organisatorischen Funktionen sind zentral. Das was fehlt, ist das Thema Daten-Security, das wichtig ist, um das Vertrauen der Akteure zu gewinnen.

Gery Balmer, BAV verweist auf die Grundprinzipien, wo dieses Thema vorkommt. Es stellt sich aber die Frage, wie der Staat dies sicherstellen soll, hier gibt es begrenzte Möglichkeiten.

Thomas Küchler, openmobility.ch weist darauf hin, dass für die NADIM die Qualität bei «open Data» ein Thema sein kann, nicht aber bei den «restricted» Daten, wo die Datenqualität Sache der zwischen Anbietern und Nachfragern ist. Wenn die Standards nicht eingehalten werden, dann wird nicht mehr zusammen «geschäftet».

Andreas Biedermann, PostAuto hält fest, dass bei Open Data die Qualität der Daten ein wesentliches Merkmal und Voraussetzung für eine breite Nutzung ist und die Zuständigkeit für die Sicherstellung dieser Qualität zu regeln ist.

Richard Lutz, PostAuto: Relevant sind die Spielregeln. Die Sicherheit kommt, wenn Spielregeln da sind. Die Spielregeln bestimmen das Spiel. Auch Datenqualität ist ein Teil der Spielregeln. Hier stellt sich die Frage, ob die NADIM die Standards verbindlich festlegen kann, z.B. für Open und Restricted Data. Das ist wichtig, um ein Jekami zu verhindern. Es braucht einen Prozess, der auf schnelle Veränderungen reagieren kann. Die Festlegung im Gesetz ist zu schwerfällig Es braucht Mechaniken im Gesetz, um die Spielregeln geordnet und abgestimmt anpassen zu können.

Gery Balmer, BAV: Die Rolle der Betreiberorganisation ist im Gesetz zu regeln. Je verbindlicher die Regeln, desto höher ist die Sicherheit und Verlässlichkeit. Ein Teil der Spielregeln ist eben die Frage, inwiefern es Vorgaben für Open Data geben soll oder alles freiwillig sein soll. Hier interessiert uns die Haltung der Akteure. Die Frage ist der Grad der Verbindlichkeit. Der Alternativvorschlag zum Kerndatenset ist ein Ansatz, der Flexibilität ermöglicht.

Luca Arnold, SBB: Das Ziel ist anerkannt; mehr Effizienz durch Datenaustausch. Die NADIM ist ein Angebot und muss einen Nutzen für die Akteure haben. Die NADIM füllt jene Lücke, welche der Markt aus sich heraus nicht hergibt. Sie soll ein Marktplatz sein für jene, die einen Austausch wollen. Wir sind einen grossen Schritt weitergekommen, weil sich nun alle Akteure einbringen und wir konstruktiv diskutieren. Standardisierung ist das aller wichtigste. Die Spiel- bzw. die Governanceregeln müssen klar sein, hier muss man sich einigen. Wenn diese klar sind, dann machen alle mit.

247/284 BAV-D-318B3401/238