Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2000/27: Bundesgesetz über die Revision und Vereinheitlichung des Haftpflichtrechts (Haftpflichtgesetz) · 452 Seiten
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Or, le résultat matériel manifestement souhaité par les experts peut être obtenu sans provoquer de tels bouleversements; si l’on cite en effet la doctrine allemande dominante de la „positive Vertragsverletzung”, les obligations de comportement impliquées par le principe de la bonne foi sont en effet indépendantes de la validité du contrat qu’elles entourent, celui-ci pouvant ainsi être nul ou invalidé sans que le comportement impliqué par les règles de la bonne foi n’ait à être modifié (cf. notamment A.Koller, in PJA 1992, p.1492ss; H.Koziol, in RJB 1998, p.522 avec des références). Il s’agit donc bien déjà d’un comportement abstrait des obligations contractuelles, soit relevant du domaine de la responsabilité extracontractuelle; un „déplacement de limites” - avec des conséquences que les experts n’ont pas pu évaluer dans leur travail – n’est ainsi pas nécessaire: la preuve que cette approche est bien conforme à l’esprit des propositions des experts est précisément que ceux-ci admettent que la violation de la règle de l’article 2 CC imposant un comportement conforme aux règles de la bonne foi est déjà en droit positif constitutif d’un acte illicite (Rapport, p.103). Qu’apporte, au-delà de ce domaine de la „positive Vertragsverletzung”, l’article 42 AP, si ce n’est des conséquences imprévisibles et certainement non négligeables qui résulteraient de la dénaturation de l’obligation contractuelle préexistante?
Uni ZH Honsell: Eine zentrale Neuerung der Revision besteht in der Vereinheitlichung der Delikts- und Vertragshaftung. Nach dem Modell der Revision soll die positive Vertragsverletzung im Deliktsanspruch aufgehen, nicht jedoch der Anspruch auf Schadenersatz wegen Nichterfüllung und Verzug. Dies kommt bereits im neuen Titel des zweiten Abschnitts zum Ausdruck, der „Die Entstehung durch Schädigung“ lautet, während es bislang heisst „Entstehung durch unerlaubte Handlung“. Nach Art. 42 VE finden die Bestimmungen dieses Abschnitts auch auf Schäden Anwendung, die durch vertragswidriges Verhalten verursacht werden. Weiter ergibt sich aus Art. 41 VE i.V.m. Art. 46 VE, dass die vertragliche Haftung erfasst werden soll: Nach Art. 41 Abs. 1 VE ist eine Person zum Ersatz eines zugefügten Schadens verpflichtet, soweit ihr die Schädigung nach Gesetz zugerechnet werden kann. Die Zurechnung setzt nach Art. 41 Abs. 2 VE u.a. voraus, dass der Schaden widerrechtlich ist. Nach Art. 46 Abs. 2 VE ist ein Verhalten widerrechtlich, wenn es gegen eine gesetzliche oder vertragliche Pflicht verstösst. Widerrechtlichkeit und Vertragswidrigkeit sind danach deckungsgleich.
Ziel der Vereinheitlichung der Delikts- und Vertragshaftung ist es nach der Vorstellung der Entwurfsverfasser offenbar, die deliktische und vertragliche Haftung zu harmonisieren und Abgrenzungsprobleme zu vermeiden. Verzug und Nichterfüllung sowie besondere Regeln für einzelne Vertragsverhältnisse - damit ist wohl die Sachmängelgewährleistung gemeint - werden gemäss Art. 42 VE von den gemeinsamen Haftungsbestimmungen grundsätzlich nicht erfasst. Diese Haftungsfälle bleiben weiterhin Art. 97 ff., 102 ff., 197 ff. OR unterstellt. Nur die positive Vertragsverletzung soll also unter OR 41 ff. fallen. Damit werden die Abgrenzungsschwierigkeiten indes nicht behoben, sondern nur ins Vertragsrecht verlagert. Denn die positive Vertragverletzung ist zumindest soweit es um mangelhafte Lieferung geht, auch in Art. 208 Abs. 3 OR geregelt.