Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2000/27: Bundesgesetz über die Revision und Vereinheitlichung des Haftpflichtrechts (Haftpflichtgesetz) · 452 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 169Fedlex · Ergebnisbericht

Bezug auf Schädigungen im Rahmen der amtlichen Tätigkeit von Behörden und Beamten bestehen erhebliche Zweifel, ob diese Anforderungen erfüllt sind. Die „Privatisierung der Staatshaftung“ gemäss Vorentwurf darf deshalb nicht beschlossen werden, bevor die erwähnten Bedenken geprüft und widerlegt worden sind.

JU: L'art. 43a CO, il ne porte pas atteinte, selon nous, à la répartition des

compétences entre la Confédération et les cantons. Le standard minimum qu'il impose aux cantons est d'ailleurs déjà respecté par les art. 27 ss de la Loi sur le statut des magistrats, fonctionnaires et employés de la République et Canton du Jura (RSJU 173.11) qui vont même plus loin, puisqu'ils engagent la responsabilité de l'Etat non seulement lorsqu'il y a exercice de la puissance publique, mais pour tout dommage créé par le personnel de l'Etat dans l'exercice de ses fonctions.

Reste que la notion de puissance publique est délicate à circonscrire. Les auteurs de l'avant-projet proposent de l'entendre dans un sens étroit et, en cas de doute, d'opter pour l'application du droit privé fédéral. Or, ces deux précisions nous semblent suffisamment importantes pour qu'elles soient inscrites à l'art. 43a CO, par exemple par l'introduction d'un troisième al.. En effet, cela permettrait d'ôter toutes les incertitudes qui pourraient demeurer et qui devraient de toute manière être résolues, en l'absence d'une disposition claire, par la jurisprudence.

LU: Aufgrund der Tragweite, die dem Begriff der „hoheitlichen Tätigkeit“

bezüglich der Haftung der Gemeinwesen zukommt, muss der Begriff eng ausgelegt werden. Wir halten eine Präzisierung des Begriffs im Sinne der entsprechenden Ausführungen im erläuternden Bericht (Seite 70 ff.) im Gesetzestext für notwendig, um eine spätere, weiter gehende Auslegung zu verhindern. Aus der Formulierung muss hervorgehen, dass die Gemeinwesen nur für den Bereich ihrer Tätigkeiten verschuldensunabhängig haften, in welchem sie „befehlen, verbieten und wenn nötig mit physischer Gewalt zwingen dürfen“ (erläuternder Bericht, S. 71 Abs. 2).

Die hoheitliche Tätigkeit ist klar vom im heutigen Recht massgeblichen Begriff abzugrenzen, welcher in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung extrem extensiv ausgelegt wird und auch nicht hoheitliche Tätigkeiten wie die Führung eines öffentlichen Spitals oder den Strassenbau umfasst (Roland Brehm, Berner Kommentar zu Art. 41-61 OR, Bern 1998, S. 752). Für den Bereich der amtlichen Tätigkeit, welcher nicht hoheitlich ist, lehnen wir eine verschuldens-unabhängige Haftung der Gemeinwesen ab.

Ebenso muss der Begriff der Widerrechtlichkeit im Zusammenhang mit amtlichen Tätigkeiten eng verstanden werden (vgl. z.B. erläuternder Bericht S. 309 „durch Verletzung einer Amtspflicht“; S. 318 und S. 333). Beispielsweise sollte ausgeschlossen werden, dass die Polizei für Personenschäden haftet, welche infolge renitenten Verhaltens der Geschädigten entstanden sind. Auch für die gesamte Entscheidtätigkeit der Behörden lehnen wir eine Kausalhaftung des Gemeinwesens ab.

NE: Cf. ad art. 43.

OW: Vgl. zu Art. 43.

SH: Vgl. zu Art. 43