Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2001/2: Bundesgesetz über den elektronischen Geschäftsverkehr · 255 Seiten

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107 Abs. 2 OR183 wird der Gl‰ubiger, der die Erf¸llung verlangt, dies unverz¸glich zu erkl‰ren haben. Nicht schl¸ssig begr¸ndbar ist aber, weshalb dies nur f¸r Vertr‰ge gelten soll, die im Fernabsatz abgeschlossen wurden. Verzugsfolgen haben einheitlich f¸r alle Vertr‰ge zu gelten, unabh‰ngig davon, auf welchem Weg der Vertragsabschluss stattgefunden hat. Die ƒnderung des Art. 107 OR dr‰ngt sich im Zusammenhang mit Fernabsatz und E-Commerce jedenfalls nicht auf. Dies kˆnnte im Rahmen einer allf‰lligen Revision des Verzugsrechts geschehen, bei der insbesondere die Unstimmigkeiten hinsichtlich des Verh‰ltnisses von Schadenersatz und R¸cktritt beseitigt werden sollten184.

VIT Die Tragweite der Regelung ist unklar.

Unseres Erachtens besteht kein Bed¸rfnis. Auf Art. 107 Abs. 3 (neu) OR ist zu verzichten.

321.15 Art. 197 Abs. 3 / Art. 197 al. 3 / Art. 197 cpv. 3

Kantone / Cantons / Cantoni

JU: La solution prÈconisÈe apporte une rÈponse intÈressante ‡ de nombreux cas

de tromperie face auxquels l'acheteur est la plupart du temps dÈmuni. Elle implique certes en contrepartie des charges nouvelles pour le vendeur, mais les limites prÈvues les rendent tout ‡ fait acceptables.

LU: Es w¸rde der Klarheit dienen, wenn der letzte Satzteil der Bestimmung folgen-

dermassen lauten w¸rde: Ñ...dass er sie nicht kennen konnte oder dass er sie f¸r den Kunden erkennbar korrigiert hatì.

NE: Cette disposition est intÈressante ‡ mesure qu'elle oblige le vendeur ‡

rÈpondre des qualitÈs que le producteur ou son reprÈsentant ont attribuÈes ‡ la chose dans leurs dÈclarations publiques, notamment dans la publicitÈ ou l'Ètiquetage. Le vendeur ne pourra donc plus dorÈnavant Ítre un acteur passif dans les transactions commerciales. Il devra informer l'acquÈreur de la qualitÈ rÈelle du produit qu'il vend, Ètant mÍme contraint, sous peine d'en rÈpondre, de rectifier, voire mÍme d'infirmer les exagÈrations publicitaires relatives au produit vendu.

TG: Der vorgeschlagene neue Abs. 3 von Art. 197 OR, wonach der professionelle

Verk‰ufer f¸r das Fehlen von Eigenschaften haftbar gemacht wird, die der Hersteller oder sein Vertreter zugesichert hat, ist sinnvoll. Entsprechende Werbung des Herstellers wird vom Konsumenten in der Regel als Zusicherung einer

183 Der Gl‰ubiger hat seinen Verzicht deshalb Ñunverz¸glichì zu erkl‰ren, weil einerseits der Schuldner Klarheit benˆtigt, ob er sich weiterhin um die reale Leistungserbringung bem¸hen soll oder auf die Erf¸llung eines Ersatzanspruches vorbereiten muss, und andererseits der Gl‰ubiger bei schwankendem Wert der ausgebliebenen Leistung nicht zu Lasten des Schuldners spekulieren darf (BK-WEBER Art. 107 N 142 mNw.); die gleiche ratio liegt ß 326 Abs.

1 BGB zugrunde, der den Erf¸llungsanspruch ex lege ausschliesst (LARENZ [FN 19], 356). Art.

107 Abs. 2 OR ist demgegen¸ber flexibler und l‰sst noch Raum f¸r den Parteiwillen. 184 Siehe GLƒTTLI, Zum Schadenersatz wegen Nichterf¸llung nach Art. 97 Abs. 1 und 107 Abs. 2 OR, Diss. Z¸rich 1998, 141 ff. und passim. Auch die geplante Schuldrechtsmodernisierung in Deutschland l‰sst k¸nftig positives Interesse und R¸cktritt nebeneinander zu.