Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2003/137: Vorentwurf für eine Revision des ZGB (Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht); Vorentwurf für ein Bundesgesetz über das Verfahren vor den Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden · 133 Seiten
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Interessierte Organisationen / Organisations intéressées / Organizzazioni interessate:
Uni NE: Cette disposition n'appelle aucun commentaire de notre part.
SAV: Der SAV ist gegen eine zwangsweise Durchsetzung der Mitwirkungspflicht der betroffenen Person. Wäre sie Angeschuldigte im Strafverfahren, kämen ihr mehr Rechte zu. Allenfalls könnte vorgesehen werden, dass die Verweigerung ihrer Mitwirkung zu ihren Ungunsten gewürdigt werden kann.
Gegenüber Dritten rechtfertigt sich lediglich die Ordnungsbusse.
Abs. 2 / al. 2 / cpv. 2
Kantone / Cantons / Cantoni:
SG: Art. 28 Abs. 2 sieht die stationäre Begutachtung der betroffenen Person vor. Diese gehört in die Bestimmungen des ZGB betreffend die Unterbringung zur Abklärung (Art. 417 VE ZGB).
Art. 29 Ausnahmen von der Mitwirkungspflicht
1 Nicht zur Mitwirkung verpflichtet sind:
1. Geistliche, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte, Verteidiger und Verteidigerinnen
sowie Ärztinnen und Ärzte (Art. 321 Ziff. 1 StGB);
2. Personen, die als Mediatorin oder Mediator tätig gewesen sind.
2 Ärztinnen und Ärzte sind zur Mitwirkung berechtigt, sofern sie selber nach Artikel 321 Ziffer 2 StGB eine schriftliche Bewilligung der vorgesetzten Behörde eingeholt haben. Sie sind zur Mitwirkung verpflichtet, wenn die vorgesetzte Behörde sie auf Gesuch der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde vom Berufsgeheimnis entbunden hat.
Art. 29 Dérogations à l'obligation de collaborer
1 Sont dispensés de collaborer:
1. les ecclésiastiques, les avocats, les défenseurs en justice et les médecins (art. 321, ch.
1, CP);
2. les médiateurs.
2 Les médecins peuvent collaborer s'ils ont obtenu une autorisation écrite de l'autorité supérieure selon l'art. 321, ch. 2, CP. Ils sont tenus de collaborer lorsque, à la demande de l'autorité de protection de l'enfant et de l'adulte, l'autorité supérieure les a déliés du secret professionnel.
Art. 29 Deroghe all'obbligo di cooperare
1 Non sono tenuti a cooperare:
1. gli ecclesiastici, gli avvocati, i difensori e i medici (art. 321 n. 1 CP),
2. le persone che hanno mediato tra le parti.
2 I medici possono cooperare a condizione che abbiano richiesto l'autorizzazione scritta dell'autorità superiore in virtù dell'articolo 321 numero 2 CP. Sono tenuti a cooperare se esonerati dal segreto d'ufficio dall'autorità superiore a richiesta dell'autorità di protezione dei minori e degli adulti.