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Vernehmlassung 2005/43: Weiterentwicklung der Agrarpolitik (Agrarpolitik 2011) · 370 Seiten
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Zukünftige Rahmenbedingungen
tieferen Preise der Futtermittel weitgehend kompensiert. Bei den Zuckerpreisen ist weiterhin mit gewissen Schwankungen zu rechnen, da dieser Markt nach wie vor mit überschüssigem Rübenzucker aus den industrialisieren Ländern beliefert wird. Obwohl der Zuckerkonsum jährlich um 1,8 Prozent ansteigt, wird es keine Verknappung geben.
Auf den internationalen Käsemärkten ist eine nominale Preiserhöhung zu erwarten, weil mit einer Zunahme des globalen Konsums gerechnet wird. Dasselbe gilt, etwas weniger ausgeprägt, für den internationalen Fleischmarkt, auf dem sowohl die Schweine- als auch die Rind- und Kalbfleischpreise anziehen werden (Abbildung 30).
Abbildung 30 Prognosen für die internationale Preisentwicklung bis 2013
180 Weizen 180 Käse
Ölsaaten Schweinefleisch
160160
Zucker Rind- und Kalbfleisch 140140
120120
100100
8080
6060
4040
Quelle: OECD
Die Milchpreise in der EU werden wegen dem sinkenden Interventionspreis um rund 15 Prozent sinken. Trotz der vorgesehenen Erhöhung der Milchquoten wird davon ausgegangen, dass die Produktionsmengen auf dem Niveau von 2002 bleiben werden. Der Rückgang der Eigenversorgung (Subsistenz) in den mittel- und osteuropäischen Ländern dürfte die Zunahme der Verkehrsmilch nämlich ausgleichen.
Tabelle 23 Milchproduktion und -preise in der EU-25
2002 2004 2005 2006 2007 2008 20092010
Produktion
EU-15 Mio. t 121,20 120,51 120,93 121,35 121,77 121,71 121,65 121,59 10 neue Länder Mio. t 22,67 22,57 22,52 22,40 22,27 22,24 22,20 22,16 EU-25 Mio. t 143,87 143,08 143,45 143,75 144,04 143,94 143,85 143,75
Preis
EU-25 €/t 292,87 296,02 279,48 263,03 244,01 242,44 242,31 241,96
Quelle: EU-Kommission
Fazit
Die Preise für die meisten Landwirtschaftsprodukte werden nominal leicht ansteigen, was angesichts der Inflation eine Stabilisierung oder einen leichten Rückgang bedeutet. Eine Annäherung zwischen Weltmarkt- und Schweizerpreisen lässt sich dadurch nicht erzielen. Die Preisdifferenz dürfte bei den meisten Agrarprodukten durch die im Rahmen der WTO vereinbarten Zölle bestimmt werden. Währungs-