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Vernehmlassung 2005/43: Weiterentwicklung der Agrarpolitik (Agrarpolitik 2011) · 370 Seiten

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Herausforderungen und Strategie

Tabelle 24 Agrarökologische Ziele

Zielgrösse Einheit/Indikator Basis Ist Ziel

1994: 2002: 20151:

Stickstoff-Bilanz

t N-Überschuss 123 000 115 000 95 000 Reduktion der Stickstoff-

(nach der OSPAR- (-23%) überschüsse

Methode)

Ammoniak-Emissionen 1990: 2002: 2009: Reduktion der Ammoniak- t N in NH3-Emissionen 53 300 43 900 41 000 Emissionen (-23%)

Phosphor-Bilanz 1990/92 2002: 2009:

t P-Überschüsse Rund 20 000 6 200 5 000 Reduktion der Phosphor-

(nach der OSPAR- (-75%) überschüsse

Methode)

Biodiversität 1990 2003: 2009:

Ökologische Ausgleichs- Hektaren öAF k.A. 57 100 65 000 flächen im Talgebiet

1

Aufgrund neuerer Erkenntnisse bedingt die Zielvorgabe mit den heute vorhandenen technischen Möglichkeiten praktisch die Erreichung der höchstmöglichen Effizienz (vgl. 1.2.1.2.2). Die Zielvorgabe bleibt bestehen und soll mit einer Übergangsfrist bis im Jahr 2015 erreicht werden.

Der ökologische Handlungsbedarf ist in der Regel darauf zurückzuführen, dass die Effizienz des Ressourceneinsatzes nicht optimal ist. Die landwirtschaftliche Produktion führt zwar unvermeidlich zu Umweltbelastungen (z.B. Methanausstoss von Wiederkäuern, Ammoniakverflüchtigung, Nitratauswaschung auf unbewachsenen Böden). Heute liegen die Verluste jedoch z.T. deutlich über den unvermeidbaren Verlusten. Darin besteht ein Potenzial zur Steigerung der Ressourceneffizienz. Aufgrund der Anforderungen der Nachhaltigkeit ist die Ausschöpfung dieses Potenzials generell geboten, d.h. auch in Bereichen, wo nicht unmittelbar akute Probleme wahrgenommen werden.

1.4.1.3 Soziales

Trotz sinkendem Nettounternehmenseinkommen ist die Entwicklung seit dem Beginn der Reform sozialverträglich verlaufen.

Die Produzentenpreise und damit das Nettounternehmenseinkommen Landwirtschaft werden weiter sinken. Die Herausforderung besteht darin, einen kontinuierlichen Anpassungsprozess zu gewährleisten und gleichzeitig eine Zunahme der Einkommensunterschiede zwischen den Bauernfamilien und der übrigen Bevölkerung zu verhindern. In den vergangenen Jahre vermochte der Rhythmus der Betriebsaufgaben dem Rückgang des Nettounternehmenseinkommens nicht zu folgen. Mit finanziellem Druck lässt sich der Rhythmus der Betriebsaufgaben aus verschiedenen Gründen (vgl. Ziff. 1.2.1.3.4) kaum beschleunigen, eher sinken die betrieblichen Einkommen.

Da keine Überalterung der heute aktiven Betriebsleiter besteht, ist auch von daher keine Beschleunigung des Strukturwandels zu erwarten. Grundsätzlich muss davon ausgegangen werden, dass die Rate der Betriebsaufgaben auch künftig im Bereich von 2,5 Prozent pro Jahr liegen wird.

In diesem Rhythmus kann das Potenzial zur Steigerung der Arbeitsproduktivität ausgenützt und damit der Rückgang der Preise aufgefangen werden. Eine Erhö-