Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2005/82: Vernehmlassung zur Volkszählung 2010: aktuelle Entscheide des Bundesrates / Fragen zum Informationsauftrag · 69 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 12Fedlex · Ergebnisbericht

sich für eine ähnliche Erhebung wie 2000 aus (Vorbedruck der Fragbogen mit den zu überprüfenden Registerdaten und Vollerhebung der Nichtregisterdaten).

Die übrigen Wirtschaftskreise und Gewerkschaften, die nebst economiesuisse im Rahmen dieser Vernehmlassung Stellung genommen haben, betonen die Bedeutung der Volkszählung und der daraus resultierenden detaillierten Daten. Den Entscheid des BR lehnen sie mehrheitlich ab (Schweizerischer Gewerkschaftsbund – SGB; Schweizerischer Bauernverband – SBV; Centre patronal; «Schweizerischer Mieterinnen- und Mieterverband» – MV; Association suisse des locataires – ASLOCA; Verkehrsclub der Schweiz – VCS; Touring Club Schweiz – TCS; Verband öffentlicher Verkehr – VÖV; Hôtellerie suisse - hotelleriesuisse). Als Argumente werden hauptsächlich der Verlust an detaillierten Informationen von erstrangiger Bedeutung für ihre entsprechenden Gebiete, der Unterbruch der statistischen Zeitreihen oder auch die mangelnde Vergleichbarkeit der Daten vorgebracht.

Nach Meinung der ASLOCA ist der Datenqualität Priorität einzuräumen. Informationsverluste und statistische Brüche, die den Wert der bereit gestellten Informationen beeinträchtigen würden, sind deshalb unbedingt zu vermeiden.

Der Kaufmännische Verband Schweiz (kvs) betrachtet die Volkszählung als ein Mittel, um die Bevölkerung für die Bedeutung eines solchen Instruments für das politische Leben des Landes zu sensibilisieren.

Das Centre patronal, ASLOCA, VÖV und TCS sind übereinstimmend der Ansicht, dass 2010 zusätzlich zur Registerzählung nochmals eine Vollerhebung durchgeführt werden soll. Dies mit dem Ziel, die fehlenden Informationen zu erheben, aber auch die Qualität der Registerdaten zu überprüfen. Der MV fordert, dass der BR entweder garantiert, dass die Harmonisierung der Register – in der angestrebten Qualität (inkl. EWID) – bis 2010 abgeschlossen ist und die daraus bezogenen Daten durch eine Vollerhebung (oder durch eine Stichprobenerhebung, aber zwingend 2010 und anschliessend in einem zu definierenden Rhythmus) ergänzt werden, oder aber ein klassische Volkszählung durchgeführt wird. Der SGB verlangt eine qualitativ hoch stehende Volkszählung, die detaillierte, zeitlich vergleichbare Daten zu sämtlichen bisher erfassten Bereichen liefert. Das Centre patronal und der MV widersetzen sich der Idee einer Verschiebung.

B6 Wissenschaftskreise

Die «Swiss Statistical Society» begrüsst die Schaffung eines integrierten statistischen Systems. Die Volkszählung 2010 soll registerbasiert durchgeführt und durch eine Stichprobenerhebung ergänzt werden, die Auswertungen bis auf Stufe Region ermöglicht.

Nach Ansicht des stat.san (Mitglied der Expertengruppe Gesundheitsstatistik) hätte der Verlust an umfassenden Informationen über die sozioökonomische Zusammensetzung der Bevölkerung Folgen für die zukünftige Erfüllung gewisser Aufgaben (z.B. die Bedarfsplanung und -evaluation). Die Modernisierung der Erhebungsmethoden und die Registerharmonisierung wird