Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2007/2: Nationale Strategie „eHealth“ · 56 Seiten
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Zusammenfassung
Im Januar 2006 hat der Bundesrat die Strategie für eine Informationsge- Ausgangspunkt: Die sellschaft in der Schweiz aus dem Jahr 1998 revidiert. Neu wurde ein Strategie für eine In-Kapitel „Gesundheit und Gesundheitswesen“ in die Strategie aufgenom- formationsgesellschaft men. Dabei setzt der Bundesrat seine Schwerpunkte beim elektronischen in der Schweiz 2006 Behördenverkehr (eGovernment) und beim Einsatz von Informations- und
Kommunikationstechnologien IKT im Gesundheitswesen („eHealth”).
Der Bundesrat beauftragte im Rahmen der Beschlüsse zur Strategie das Der Auftrag des Eidgenössische Departement des Innern (EDI), bis Ende 2006 ein Kon- Bundesrates
zept für eine nationale Strategie „eHealth” vorzulegen, welches insbeson-
dere Aufschluss über die Ziele, die Handlungsbereiche, die Kosten, die
Partnerschaften, die Vorgehensweise und den Zeitplan geben soll.
Gemäss dem Bundesrat soll „eHealth” dazu beitragen, der Schweizer Ziele des Bundesrates Bevölkerung den Zugang zu einem bezüglich Qualität, Effizienz und Si-
cherheit hoch stehenden und kostengünstigen Gesundheitswesen zu ge-
währleisten.
Unter „eHealth” oder „Elektronischen Gesundheitsdiensten“ versteht man Was ist „eHealth”? den integrierten Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnolo-
gien (IKT) zur Gestaltung, Unterstützung und Vernetzung aller Prozesse
und Teilnehmer im Gesundheitswesen.
„eHealth” ist ein Anwendungskonzept zur Positionierung von IKT im Ge- Technik steht nicht im sundheitswesen; das technisch Machbare steht im Hintergrund. Ziel ist es Vordergrund
deshalb nicht, die heutigen Strukturen und Abläufe elektronisch abzubil-
den. Vielmehr müssen die bestehenden Prozesse verknüpft und verein-
facht werden – mit dem Ziel, neue und bessere Prozesse zu etablieren.
Elektronische Gesundheitsdienste sollten zuerst bei den häufigsten Pro- Zuerst die häufigsten zessen ansetzen in den folgenden Bereichen: Administration, Information, Prozesse
Konsultation, Diagnose, Verschreibung, Überweisung, Therapie, Überwa-
chung, Abrechnung.
Die meisten nationalen Strategien und die Aktionspläne der internationa- Die übergeordneten len Organisationen nennen die Verbesserung der Effizienz, der Qualität, Ziele…
der Sicherheit sowie die wirtschaftliche Stärkung als übergeordnete stra-
tegische Ziele von „eHealth”.
¾ „eHealth” ermöglicht einen Mehrwert, weil das Gesundheitswesen
durch die Koordination der Akteure und der Prozesse effizienter …Effizienz…
wird;
¾ Die Prozesse und Abläufe im komplexen System „Gesundheits- …Qualität…
wesen“ sind aufgrund der föderalen und teilweise kleingewerbli-
chen Strukturen fragmentiert – und damit fehleranfällig. Durch-
…Sicherheit… gängige elektronische Prozesse können mithelfen, die Fehler zu
reduzieren und Leben zu retten;
¾ Der systematische Auf- und Ausbau von „eHealth” lässt einen …und Förderung der neuen Dienstleistungssektor entstehen, der nicht nur zur Optimie- Wirtschaft
rung des Gesundheitswesens beiträgt. „eHealth” wird zu einem
Wirtschaftsfaktor, indem die Lebens- und Standortqualität verbes-
sert wird.