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Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten
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Ziel der gemeinsamen Arbeit von Vertretern aus Politik, Industrie und anderen Bereichen in der Plattform soll es sein, dieses Potential voll zum Tragen zu bringen. Die Aktivitäten bestehender Netzwerke soll nicht konkurrenziert, sondern durch diese strategisch-politische Plattform unterstützt werden.
2. Monitoring und Evaluation
Durch Monitoring und Evaluation werden Entscheidungsgrundlagen für die Entwicklung und Anpassung von Massnahmen generiert und Fortschritte erkannt. Die bisher regelmässig erschienenen Schweizerischen Ernährungsberichte und die Schweizerischen Gesundheitsbefragungen bilden wichtige Elemente der Gesundheitsberichterstattung.
Die Koordination bestehender Monitoringsysteme soll verbessert und gegebenenfalls durch noch zu schaffende Systeme mit relevanten Parametern von ernährungs- und bewegungsabhängigen Krankheiten und Indikatoren der Verhältnisprävention ergänzt werden.
Auf dem Gebiet der Ernährung soll durch das BAG in enger Zusammenarbeit mit Fachexperten/innen eine Nationale Ernährungserhebung (National Nutrition Survey Switzerland, NANUSS) realisiert werden. Diese dient der Ermittlung von Ernährungsdaten der Schweizer Bevölkerung als Basis für Risikogruppenerkennung, Ernährungsempfehlungen, Planung und Evaluation von Präventionsprogrammen sowie Festlegung von Richtlinien. Eine zentrale Rolle spielt in diesem Zusammenhang auch ein Monitoring zum Bewegungs- und Sportverhalten nicht nur der Erwachsenenbevölkerung, sondern auch der Kinder.
3. Forschung und Entwicklung
Um Erkenntnisse zu Ernährung, Bewegung und Körpergewicht der in der Schweiz lebenden Bevölkerung zu gewinnen, wird ein Forschungskonzept erstellt. Der angewandten Forschung wird dabei besondere Bedeutung beigemessen. Die Zusammenarbeit mit europäischen Forschungsprojekten wird gesucht. Evidenzbasierte bedarfs- und bedürfnisgerechte Interventionen in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention, Früherkennung und Therapie werden entwickelt.
4. Aus-, Fort- und Weiterbildung
Die Förderung der Kompetenzen von Fachleuten und Multiplikatoren relevanter Bereiche durch Aus-, Fort- und Weiterbildung und die Verankerung der Thematik in den entsprechenden Strukturen ist zentral. Ernährung und Bewegung haben in der medizinischen Ausbildung, in der Forschung und in der Praxis noch einen zu geringen Stellenwert und stossen oft auf Unverständnis und Vorurteile. Der Aufklärung, Aus- und Weiterbildung aller an Prävention, Früherkennung und Therapie von ernährungs- und bewegungsabhängigen Krankheiten, wie z.B. Essstörungen, beteiligten Fachpersonen ist deshalb besondere Beachtung zu schenken. Vor allem im Bereich der Bewegungsberatung und -therapie gilt es, die Anerkennung und Qualitätssicherung zu verbessern.
36 NPEB 2008–2012 (27.9.2007)