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Vernehmlassung 2007/75: Nationales Programm Ernährung und Bewegung 2008-2012 (NPEB 2008-2012) · 69 Seiten

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3. Schwerpunkte in verschiedenen Lebensphasen

Für die Festlegung der Schwerpunkte dienen die themenspezifischen Berichte der Eidg. Ernährungskommission (EEK). In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit und Fachorganisationen hat die EEK in verschiedenen speziellen Publikationen, ausführlich auch im Fünften Schweizerischen Ernährungsbericht zu den Bedürfnissen einer gesunden Ernährung in verschiedenen Lebensphasen Stellung genommen.

Dies geschah in Form eines publizierten Berichts zur Ernährung in der Schwangerschaft und Empfehlungen zur Säuglingsernährung sowie als Empfehlungen zur Ernährung im Alter.

4. Die Rolle spezifischer Settings und Zielgruppen (vgl. 2.5.4)

In den Schulen, am Arbeitsplatz, an öffentlichen Anlässen und unterwegs sollte ein vielfältiges und gesundes Angebot zur Verfügung gestellt werden. Besondere Bedeutung haben Vorschulen (Krippen, Kindergarten) und Schule. Eltern, Lehrpersonen und weitere Bezugspersonen sind prägende Vorbilder für das Ernährungsverhalten von Kindern und sollten ihre Rolle als solche wahrnehmen. Die altersgerechte Ernährungserziehung in der

Schweiz sollte überprüft, angepasst und koordiniert werden.

Arbeitgeber setzen sich für eine Ernährungspolitik ein, welche die ausgewogene Ernährung während der Arbeitszeit in Kantinen, Cafeterias und Verpflegungsständen ermöglicht.

Die Gemeinden können sich für eine zunehmende Sensibilisierung der Bevölkerung einsetzen (z.B. Elternvereine, Mütter- und Väterberatungen, Jugendtreffs, Verbände) und von ihren Gestaltungsmöglichkeiten Gebrauch machen, wie in Raumplanung, Bildungspolitik, etc. In dem im Jahr 2007 abgeschlossenen Aktionsplan Umwelt und Gesundheit (APUG) befasste sich ein Grossteil der regional durchgeführten Projekte mit dem Thema ausgewogene, saisonale und regionale Ernährung. Die hierbei gewonnenen Erfahrungen und erzielten Resultate sollen genutzt werden.

Ärzte setzen sich für die Förderung einer gesunden Ernährung ihrer Patienten ein. Sowohl in der Praxis wie auch im Spital nehmen die Ärzte ihre Rolle wahr.

5. Netzwerke

Eine ausführliche Darstellung der wichtigsten Organisationen und Netzwerke aus dem Bereich Öffentliche Gesundheit und Ernährung wird im Fünften Schweizerischen Ernährungsbericht gegeben. Das Netzwerk Ernährung und Gesundheit Nutrinet mit 40 Mitgliedern ist der grösste Verbund der Schweiz im Ernährungssektor. Weitere Koordinationsmöglichkeiten bieten sich über die seit 2003 bestehende Ernährungsplattform, die von BAG und Eidg. Ernährungskommission (EEK) gemeinsam geleitet wird und die vorwiegend dem Erfahrungsaustausch der in Präventionsprojekten tätigen Fachleuten dient.

NPEB 2008–2012 (27.9.2007)