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Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 64 Seiten

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3 Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012: Auftrag und Vorgehen

3.1 Auftrag und Gegenstand des Programms

Auftrag Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) legt mit diesem Nationalen Pro-

gramm Alkohol (NPA) eine breit abgestützte Grundlage für die schweizerische Alkoholpolitik in den Jahren 2008 – 2012 vor. Es beruft sich dabei unter anderem auf die Absichtserklärung des Bundesrates vom 14. September 2005, „die bestehenden Anstrengungen im Bereich Alkohol zu überprüfen, allfälligen Handlungsbedarf auszuweisen und entsprechende Strategien festzulegen“ (Antwort des Bundesrates auf die Motion Vollmer betreffend „Sportanlässe und Sportverbände als Alkoholpromotoren“, Motion 05.3446).

Gegenstand des Auf der Basis dieses Auftrags und auf einer genaueren Analyse der Aus-Programms gangslage werden in diesem Programm die Vision, die Ziele und die strate-

gischen Stossrichtungen der künftigen Alkoholpolitik festgelegt und entsprechende Handlungsfelder für die nächsten fünf Jahre aufgezeigt. Skizziert sind zum Schluss unter dem Titel „Umsetzungsplanung“ auch die organisatorischen Vorkehrungen, die für eine erfolgreiche Programmumsetzung nötig sind.

Internationale Das NPA beruht zudem auf den neuesten Empfehlungen der internationalen Abstützung Staatengemeinschaft (WHO, OECD, EU), um auf nationaler Ebene den ge-

sundheitsschädigenden Formen des Alkoholkonsums mit geeigneten Handlungsprogrammen wirksam entgegenzutreten (vgl. Kap. 2.2.).

Anknüpfung an Ein Alkoholprogramm für die Schweiz muss nicht gänzlich neu erfunden Bestehendes werden. Das NPA knüpft bewusst an die bestehende Alkoholpolitik an, ins-

besondere an den „Nationalen Alkoholaktionsplan“ (NAAP) und an die „Kantonalen Alkoholaktionspläne“ (KAAP) der Eidgenössischen Kommission für Alkoholfragen (EKA) sowie an das BAG-Präventionsprogramm „Alles im Griff?“. Das NPA stützt sich ebenfalls auf die in Kantonen und Gemeinden gesammelten Erfahrungen sowie auf die vielfältige Expertise der im Alkoholbereich tätigen privaten Institutionen. Die Stärken der bisherigen Ansätze werden im Programm im Sinne von „Best practices“ (erfolgreiche Erfahrungen) verarbeitet, die grössten Schwachstellen der bisherigen Alkoholpolitik hingegen sollen mit dem NPA möglichst beseitigt werden.

NPA als Das NPA ist von Anbeginn als Rahmenprogramm entwickelt worden: Ge-Rahmenprogramm meinsam mit den Akteuren wurden Vision und Ziele für die Ausgestaltung

der verschiedenen Handlungsfelder erarbeitet. Die Alkoholpolitik soll breit abgestützt bleiben, dies künftig unter einer effizienteren Koordination der Tätigkeiten und einer besseren Nutzung der Synergien.

Breite Mitwirkung Das NPA ist in einem partizipativen Planungsprozess unter breiter Mitwir-

kung erarbeitet worden. Miteinbezogen waren die mit Alkoholfragen betrauten Bundesämter, die Kantone und Städte, verschiedene Fach- und Forschungsinstitutionen, Beratungs- und Therapieeinrichtungen, ausgewählte Interessengruppen sowie die wichtigen politischen und wirtschaftlichen Kreise (vgl. Anhang I).

NPA 2008 – 2012