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Vernehmlassung 2007/76: Nationales Programm Alkohol 2008 - 2012 (NPA) · 64 Seiten
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Stärken/Chancen Zu den massgeblichen Stärken/Chancen der schweizerischen Alkoholpolitik der Alkoholpolitik gehören im Überblick:
Vorhandene Gesetzesgrundlagen: Der für eine zielgerichtete Alkoholpolitik notwendige gesetzliche Rahmen ist in der Schweiz grösstenteils vorhanden.
Bestehende Aktivitäten auf Kantons- und Gemeindeebene: Einige
Kantone und Gemeinden betreiben eine engagierte Alkoholpolitik, verfügen über gut ausgebildete Fachkräfte und multiplizierbare Erfahrungen in der Alkoholprävention.
Funktionierende Zusammenarbeit von Akteuren: Heute arbeiten vielerorts die Akteure der Alkoholpolitik auf nationaler, regionaler oder lokaler Ebene gut zusammen und sind untereinander vernetzt.
Gesellschaftliches Problembewusstsein: Der Alkoholkonsum wird
oftmals zu wenig hinterfragt – es gibt in der Schweiz jedoch eine zunehmende Sensibilisierung für Alkoholfragen sowie eine breite Akzeptanz etwa für den Jugendschutz und für strenge Alkoholvorschriften im Strassenverkehr.
Gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse: Die schweizerische Alkoholpolitik kann sich heute auf wissenschaftlich gefestigte Erkenntnisse im Sinne von „Best Practices“ (erfolgreiche Erfahrungen) stützen.
Unterstützende internationale Bemühungen: Die Eindämmung des
problematischen Alkoholkonsums und der Alkoholabhängigkeit wird unter anderem von Seiten der EU und der WHO stark unterstützt.
2.5 Herausforderungen für die Alkoholpolitik
Die Alkoholpolitik sieht sich neben den oben genannten Chancen und Risiken mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert.
Alkoholkonsum Der Alkoholkonsum von Jugendlichen bleibt eine der zentralen Herausfordevon Jugendlichen rungen der Alkoholpolitik. Dem Phänomen „Rauschtrinken“ und dem prob-
lematischen Trinkverhalten gebührt spezielle Aufmerksamkeit.
Alkoholkonsum im Alter, Mit der Alterung der Gesellschaft erlangt das Trinkverhalten der Menschen Altersalkoholismus im Ruhestand grössere Bedeutung. Genaues Beobachten und gezieltes
Handeln zur Eindämmung von gesundheitlich schädlichem Trinkverhalten im Alter werden vermehrt nötig.
Zunehmende Nicht länger ignorierbar ist der erhebliche Beitrag des Alkoholkonsums an Gewaltbereitschaft die zunehmende Gewaltbereitschaft. Von der Eindämmung der häuslichen
Gewalt bis zur Unterbindung gewaltsamer Ausschreitungen bei Massen- bzw. Sportveranstaltungen – dazu wird die Alkoholpolitik vermehrt ihren Beitrag mit geeigneten Massnahmen leisten müssen.
Chancengleichheit Die fortschreitende gesellschaftliche Differenzierung wirkt sich insbesondere
auf die Präventions- und Therapiearbeit aus. Es ist heute eine grosse Herausforderung, den Zugang zu den Beratungs- und Hilfsangeboten möglichst über alle sozialen, kulturellen und sprachlichen Ausprägungen und Barrieren hinweg zu gewährleisten und das Angebot zielgruppenspezifisch zu differenzieren. Gerade Genderfragen verlangen von den Akteuren gebührende Beachtung und die Chancengleichheit bleibt auch in diesem Bereich der Gesundheitspolitik ein zentrales Postulat.
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