Erläuternder Bericht
Vernehmlassung 2008/10: Bundesbeschluss über das Programm zur Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz und über die Freigabe der Mittel · 69 Seiten
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ve Linienführung ist im Rahmen weiterer Studien festzulegen. Die Realisierung des Projekts ist dringend und erfordert die Anpassung des Netzbeschlusses sowie die damit verbundene Regelung der Finanzierung. Bei der Anpassung des Netzbeschlusses ist dabei die Gesamtsituation der Nationalstrassen im Raum Zürich zu analysieren. Insbesondere muss geprüft werden, ob das "Stadt-Y", welches mit dem Milchbucktunnel bereits teilweise realisiert ist, weiter im Netzbeschluss verbleiben soll.
Im Rahmen des Programms Engpassbeseitigung soll mittelfristig ebenfalls der 6- Spurausbau auf der Umfahrung Winterthur realisiert werden (Modul 2). Dieser Ausbau beseitigt bei einer mittleren Bewertung einen Engpass der Problemstufe III.
Nördlich von Andelfingen trifft die in Kürze fertig ausgebaute, vierstreifige Nationalstrasse aus Richtung Schaffhausen auf die zweistreifige Verbindung nach Winterthur. Dieser Spurabbau im unmittelbaren Einzugsgebiet der Grossstadt ist aus Gründen der Netzkohärenz nicht nachvollziehbar. Entsprechend hoch ist der
Problemdruck auf dem zweistreifigen Abschnitt (Problemstufe III). Zur Beseitigung dieser Netzinkohärenz wird der 4-Spurausbau zwischen Andelfingen und Winterthur Nord ins Modul 2 integriert.
Sowohl der 6-Spurausbau auf der Umfahrung Winterthur als auch der der 4-
Spurausbau zwischen Andelfingen und Winterthur Nord dürften Abhängigkeiten zum Bau der Glattalautobahn aufweisen. Sollte die Glattalautobahn nicht realisiert werden können, müsste beide Massnahmen nochmals vertieft auf ihre Auswirkungen hin überprüft werden. Insbesondere ist zu prüfen, ob und inwieweit der Ausbau der Umfahrung Winterthur sowie der Nationalstrasse zwischen Winterthur und Andelfingen zu einer zusätzlichen Mehrbelastung der bestehenden Nationalstrasse im Glattal führen kann.
Der 8-Spur-Ausbau der A1 im Limmattal zwischen den Anschlüssen Wettingen und Dietikon wird trotz Problemstufe III und mittlerer Bewertung dem Modul 3 zugeordnet. Im Grossraum Zürich legt der Bundesrat die Prioritäten auf die Beseitigung der Engpässe auf der Nordumfahrung von Zürich und im Glattal, wo der Problemdruck noch grösser ist als im Limmattal.
Definitiv zurückgestellt werden die 6-Spur-Ausbauten auf der A3 zwischen Zürich Süd und Wädenswil, zwischen Wädenswil und Richterswil und zwischen Schindellegi und Pfäffikon (SZ)sowie der 8-Spur-Ausbau zwischen dem Brüttiseller Kreuz und Effretikon (A1). Die Ausbauten auf der A3 schneiden in der Bewertung relativ schlecht ab. Zudem wird der öffentliche Verkehr auf dem linken Seeufer mit der Durchmesserlinie und der vierten Teilergänzung der S-Bahn nochmals deutlich verbessert. Beim A1-Abschnitt ist der erwartete Problemdruck etwas geringer.
Ebenfalls definitiv zurückgestellt werden der Stadttunnel Zürich, die „Äussere Nordumfahrung Zürich“ sowie die von der Stadt Winterthur zur Entlastung der Umfahrung Winterthur favorisierte Südostumgehung. Bei diesen Projekten handelt es sich um neue Netzelemente, die entweder ungenügende Wirkung zur Beseitigung der Engpässe aufweisen oder es bestehen kostengünstigere Alternativen.
Der Stadttunnel Zürich dient in erster Linie der besseren Erreichbarkeit der Stadt Zürich für den Ziel-, Quell- und Binnenverkehr. Er verkürzt die Fahrt von der Ostschweiz zur A3/A4 Richtung Graubünden und Zug/Luzern. Dank der damit verbundenen Reisezeitersparnisse schneidet das Projekt in der Bewertung des Bundesamtes für Strassen trotz hoher Investitionen im Umfang von rund 2'540 Millionen sehr gut ab. Allerdings trägt der Stadttunnel kaum zu einer Entlastung der bestehenden