Vorlage und Bericht
Vernehmlassung 2008/32: Revision des CO2-Gesetzes · 113 Seiten
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Intensity-based targets Intensitätsziele drücken Emissionsziele dynamisch als Funktion
der wirtschaftlichen Entwicklung aus (Emissionen/BIP). Der Vorteil von Intensitätszielen liegt in der grösseren Flexibilität im Bezug auf unerwartete ökonomische Entwicklungen. Sie hemmen jedoch die angestrebte Entkopplung zwischen Wirtschaftswachstum und Emissionsentwicklung.
IPCC - Intergovernmental Der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderung wurde Panel on Climate Change 1988 vom United Nations Environmental Programme (UNEP) und
der World Meteorological Organization (WMO) gegründet. Die internationale Organisation besteht aus weltweit führenden Wissenschaftlern und versorgt die Vertragsstaaten der UNO-Klimakonvention mit wissenschaftlicher Grundlageninformation. IPCC erarbeitet periodisch Sachstandsberichte zum Klimawandel und spezielle Berichte, wie z.B. zum Senkenbereich oder Leitlinien zur Erstellung von Inventaren. 2007 ist der vierte Sachstandsbericht in drei Bänden publiziert worden.
JI - Joint Implementation Joint Implementation ist einer von drei flexiblen Mechanismen
gemäss Kyoto-Protokoll (Art. 6) und wird zwischen zwei → Annex I-Ländern (Industrie- oder Transformationsland) abgewickelt. JI-Projekte können ab 2008 handelbare Zertifikate, so genannte Emission Reduction Units (ERUs) abwerfen, die dem Investor(land) gutgeschrieben werden.
Klimabereinigung Der Brennstoffverbrauch eines Jahres kann je nach Witterung
beträchtlich schwanken. Diesen Umstand berücksichtigt das CO2- Gesetz bei der Berechnung der CO2-Emissionen. So wird für die Raumwärme eine Klimakorrektur in Abhängigkeit von der Summe aller Heizgradtage eines Kalenderjahrs vorgenommen. Als Heizgradtage gelten Tage, an welchen die Tagesmittel-Temperatur unter 12 Grad Celsius liegt. Die Heizgradtagzahl ergibt sich aus der Summe der täglich festgestellten Temperaturunterschiede zwischen der Tagesmittel-Temperatur und der Raumtemperatur (20 Grad Celsius). Ein Mittelwert für die Anzahl der Heizgradtage wurde aus der Periode 1972 bis 1992 berechnet. Liegt die Anzahl der Heizgradtage eines Jahres über diesem Mittelwert, werden die CO2-Emissionen nach unten korrigiert. War es in einem Jahr ungewohnt warm, werden die CO2-Emissionen nach oben korrigiert. Dieser Vorgang wird „Klimabereinigung“ genannt.
Klimaneutralität Von Klimaneutralität spricht man, wenn Treibhausgasemissionen
innerhalb eines definierten Rahmens (z.B. Produkt, Veranstaltung, Land) durch geeignete Massnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen ausserhalb dieses Rahmens vollumfänglich kompensiert werden.