Bericht und Vorlage
Vernehmlassung 2010/126: Agrarpolitik 2014-2017: Weiterentwicklung der Agrarpolitik in den Jahren 2014 bis 2017 · 310 Seiten
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Bisherige Entwicklung der Agrarpolitik
Abbildung 16
Entwicklung der Rohleistung pro Jahresarbeitseinheit
180'000
+ 13'940 CHF
160'000 (+ 10,1%)
140'000
120'000 + 7'078 CHF
(+ 8,0%)
100'000
80'000
60'000 + 3'423 CHF
(+ 11,7%) + 3'439 CHF
40'000 (+ 16,2%)
20'000
0
Total Landwirtschaft Direktzahlungen Paralandwirtschaft 2
2003/05 1 2007/09
1 Für Rohleistung 2000/02 keine vergleichbaren Zahlen verfügbar
2 Paralandwirtschaft und verschiedene Rohleistungen Quelle: ART
Die Produktionskosten der Landwirtschaft sind einerseits abhängig von den Preisen für Produktionsmittel und -faktoren und anderseits von den eingesetzten Mengen. Im Vergleich zu 2000/02 sind heute die Fremdkosten um 40 Prozent höher, der grösste Anstieg ist bei den Sachkosten Tierhaltung (+69 %) und den Strukturkosten 1 (Maschinen, Einrichtungen, Gebäude, +32 %) zu verzeichnen. Die starke Zunahme bei den Sachkosten Tierhaltung erklärt sich dadurch, dass seit 2003 die Tierzukäufe neu unter dieser Rubrik aufgeführt werden. Bei den Strukturkosten 1 sind insbesondere die gestiegenen Kosten für Gebäude zu erwähnen.
Ein Teil des Anstiegs ist auf höhere Preise zurückzuführen (vgl. Tabelle 9), der andere Teil ist der Mengeneffekt. Bei den Preisen sind vor allem jene der Investitionsgüter und die Löhne (Lohnnebenkosten) gestiegen. Als einzige Position haben die Kapitalzinsen abgenommen.
Bei der Analyse der Kostenentwicklung ist zu berücksichtigen, dass die Betriebe im Durchschnitt sowohl physisch als auch umsatzmässig gewachsen sind. Stellt man die Kosten in das Verhältnis zur Rohleistung ergibt sich ein Bild gemäss Abbildung 17. Danach sind die Kosten pro Umsatzfranken zwischen 2003 und 2009 stabil geblieben.