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Vernehmlassung 2010/28: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2012-2015 (Kulturbotschaft) · 94 Seiten
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Übersicht über die Beiträge, gestützt auf Artikel 13 KFG (in Mio. Franken, gerundet, vgl. Ziff. 3)
2012 2013 2014 2015 2012–2015
Kunst (inkl. Ankäufe) 1,5 1,5 1,5 1,6 6,1
Design (inkl. Ankäufe) 1,2 1,2 1,2 1,3 4,9
Literatur 0,8 0,8 0,8 0,8 3,3
Tanz 0,4 0,4 0,4 0,4 1,6
Theater - - 0,8 0,8 1,5
Musik - - 0,8 0,8 1,5
Total 2012–2015 3,9 4,0 5,5 5,6 19,0
2.1.2.3 Kulturelle Organisationen
Fakten, Hintergründe, Herausforderungen
Kulturelle Organisationen sind Akteure und Träger der kulturellen Vielfalt in der Schweiz, ob sie nun die Interessen der professionellen Kulturschaffenden vertreten oder Laien den Zugang zur Kultur ermöglichen. Insofern sind sie ein wichtiger Faktor für die Prioritäten der Kulturpolitik des Bundes gemäss Artikel 8 KFG. Im Hinblick auf die Ausgestaltung und Umsetzung der Kulturpolitik des Bundes sind die kulturellen Organisationen wichtige Partner des BAK. Das Prinzip der Subsidiarität gebietet es, dass der Bund ausschliesslich gesamtschweizerische Organisationen unterstützt, das heisst Organisationen, welche in mindestens zwei Sprachregionen tätig sind und ihre Mitglieder in angemessenem Umfang aus mindestens zwei Sprachregionen rekrutieren.
Abgesehen vom Erfordernis der gesamtschweizerischen Tätigkeit ist es für die Wirksamkeit des Subventionspolitik des BAK entscheidend, dass die unterstützten Organisationen repräsentativ sind: Sie müssen ihr Mitgliederpotential ausschöpfen und eine hohe spartenspezifische Legitimität aufweisen. Zudem muss noch stärker als bisher zwischen zwei Kategorien von Subventionsempfängern unterschieden werden: Organisationen von professionellen Kulturschaffenden und Organisationen kulturell tätiger Laien. Erstere sind Berufs- und Interessenverbände mit tendenziell kleineren Mitgliederbeständen und einem hohen Beratungsaufwand; letztere verfügen dank vieler Mitglieder in der Regel über grössere finanzielle Ressourcen. Die Anzahl der Beitragsempfänger sank in den letzten 15 Jahren kontinuierlich: 1996 waren es 50 Organisationen, 2010 sind es noch deren 32.
Eine Evaluation der bisherigen Subventionspolitik des BAK offenbarte verschiedene Defizite: Der Kreis der Subventionsempfänger hat sich historisch entwickelt und entbehrt der kulturpolitischen Kohärenz. In geringerem Masse gilt dies auch für den Verteilschlüssel des Kredites zwischen den sieben Sparten sowie zwischen den bisher drei Kategorien von Subventionsempfängern (Berufsverbände, Laienorganisationen, Dachverbände). Im Weiteren erlaubt die Ausschüttung von Jahresfinanzhilfen keine nachhaltige Förderungspolitik, weil sie Zielvereinbarungen mit vernünf-