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Vernehmlassung 2010/28: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2012-2015 (Kulturbotschaft) · 94 Seiten
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gemeinsam ist, Kultur ist immer auch die Formulierung des Unterschieds, gegen innen wie gegen aussen. «echos», gewissermassen der Auftakt zu «Soyons divers!», baute Brücken zwischen zeitgenössischer und traditioneller Kultur und liess der Volkskultur jene Anerkennung zukommen, die ihr gebührt. Das gemeinsam mit 17 Kantonen realisierte Programm hat Entwicklungen angestossen und viele Kräfte geweckt, Tradition ist wieder in; über 100 Anfragen aus der Volkskultur treffen jetzt jedes Jahr bei Pro Helvetia ein. Deshalb wünschen die Kantone, dass Pro Helvetia ihre Förderung der Volkskultur fortsetzt und weitere Felder der populären (und partizipativen) Kultur erschliesst. «Soyons divers!» will also:
– regionale kulturelle Identität fördern, zusammen mit den interessierten Kantonen. Kulturelle Vielfalt entsteht aus der Förderung der Unterschiedlichkeit; sie ist ein nationaler Wert.
– populäre Kulturformen mit hohem Identifikationspotential fördernd gestalten, um sie im internationalen Kontext konkurrenzfähig zu machen.
Dafür wird es in zahlreichen Teilprojekten die kulturellen Schattenzonen erforschen und kulturelle Vielfalt anschaulich machen. «Soyons divers!» wird intensiv mit dem kulturellen Selbstverständnis der unterschiedlichsten Bevölkerungs- und Künstlergruppen arbeiten und dieses für alle fruchtbar machen. Selbst im internationalen Kulturaustausch erweist sich das Thema als tragfähig: Die Frage, wie Kultur und Identität zusammenhängen und wie lokale oder regionale Formen im globalisierten Kontext überleben können, beschäftigt zahlreiche Länder, in welchen Pro Helvetia aktiv ist.
Organisation
Das KFG verändert die Organisation der Stiftung. Der Stiftungsrat wird von 25 auf 7 bis 9 Mitglieder reduziert; er entwickelt unter Berücksichtigung der durch den Bundesrat festgelegten Ziele die künftige Strategie der Stiftung (Akzente, Förderinstrumente, Kriterien, Entwicklung des Aussennetzes), und er wählt die interdisziplinäre Fachkommission, welche für wichtige Geschäfte Empfehlungen an die Geschäftsstelle abgibt. Die Geschäftsstelle organisiert nicht nur das Zusammenspiel der verschiedenen Organe, sondern ist künftig in hohem Masse für die Umsetzung einer wirkungsorientierten Fördertätigkeit sowie für die einzelnen Förderentscheide verantwortlich. Angesichts des grösseren Einflusses der Geschäftsstelle führt die Stiftung für alle entscheidbefugten Kader ab 2012 eine Amtszeitbegrenzung von zehn Jahren ein, mit partieller Anrechnung bereits geleisteter Jahre.
Die Reorganisation wird zu Vereinfachungen in den Abläufen und zu klaren Verantwortlichkeiten führen. Dadurch frei werdende Ressourcen wird Pro Helvetia für die neuen Aufgaben Nachwuchsförderung und Biennalen einsetzen.
Finanzen
Allgemeine Bemerkungen
Per 2012 tritt das BAK aufgrund der neuen Aufgabenteilung gemäss KFG einen Kredit in der Höhe von jährlich 650 000 Franken an Pro Helvetia ab.