Erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2012/46: Energiestrategie 2050 · 138 Seiten

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Tabelle 16: Mehrinvestitionen und eingesparte Energieimporte im Szenario Politische Massnahmen Bundesrat POM der Angebotsvarianten C&E gegenüber dem Szenario Weiter wie bisher Angebotsvariante C, in Millionen Franken.

3.3.2 Auswirkungen auf Wachstum, Wohlfahrt und Beschäftigung

Für die Abschätzung der volkswirtschaftlichen Auswirkungen des Szenarios Politische Massnahmen Bundesrat (POM) im Vergleich zum Basisszenario Weiter wie bisher (WWB) kam ein gesamtwirtschaftlich berechenbares Gleichgewichtsmodell zur Anwendung, welches wenn-dann Aussagen zu den verschiedenen Szenarien ermöglicht87. Opportunitätskosten, verzerrende Wirkungen von Abgaben und volkswirtschaftliche Rückkopplungseffekte werden unter anderem berücksichtig. Die Energie-, Elektrizitätsnachfrage, die CO2-Entwicklung sowie die Elektrizitätsangebotsvarianten der energiewirtschaftlichen Modellen bilden die Basis der Berechnungen.

Zur Erreichung der Vorgaben aus dem Szenario werden eine theoretische CO2-Abgabe und eine theoretische Stromabgabe im Modell implementiert. Auf Brenn- und Treibstoffen wird eine CO2-Abgabe erhoben, die von Privathaushalten und allen Wirtschaftsbranchen, die nicht am Emissionshandelssystem (ETS) teilnehmen, bezahlt werden muss. Die Einnahmen werden gemäss heutiger Regelung an Wirtschaft und Bevölkerung rückverteilt. Wirtschaftsbranchen im ETS haben ein analoges CO2-Ziel, dürfen ihre Verpflichtungen aber im Ausland einlösen (durch Anrechnung von Emissionsrechten aus der EU auf der Basis eines entsprechenden Abkommens). Auf Strom wird eine Abgabe erhoben (belastet wird der Verbrauch von Strom). Die Einnahmen werden analog der CO2-Abgabe rückverteilt.

Tabelle 18 zeigt die volkswirtschaftlichen Zusatzkosten im Vergleich zum Basisszenario Weiter wie bisher (WWB) unter der Stromangebotsvariante 2C (siehe dazu Resultate Stromangebot) für die Zeithorizonte 2020, 2035 und 2050. Die Kosten des Szenarios Politische Massnahmen Bundesrat (POM) entsprechen im volkswirtschaftlichen Modell einer CO2- Abgabe von 70 (Jahr 2020), 140 (Jahr 2035) bis 210 Franken pro Tonne CO2 (Jahr 2050) und einer Stromabgabe, welche einer Strompreiserhöhung von +11 Prozent (Jahr 2020), +23 Produzent (Jahr 2035) und +22 Prozent (Jahr 2050) entspricht.

Der beste Indikator der volkswirtschaftlichen Kosten stellt die Änderung der Wohlfahrt inklusive Sekundärnutzen dar. Wird der durch die Reduktion von externen Effekten (Schadstoff-

87 Energiestrategie 2050 – volkswirtschaftliche Auswirkungen: Analyse mit einem berechenbaren Gleichgewichtsmodell für die Schweiz. Bundesamt für Energie und Ecoplan AG, Bern.