Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2013/104: Bundesgesetz über das Zentrum für Qualität in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung · 241 Seiten
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Das geplante Nationale Zentrum für Qualität wird das HTA-Denken des International Network of Agencies for Health Technology Assessment (INAHTA), Health Technology Assessment international (HTA) und anderer Partner-Organisationen übernehmen.
1999 gründet das Bundesamt für Sozialversicherung BSV das Swiss Network for Health Technology Assessment (SNHTA). Das Sekretariat wird vom BAG in Bern geführt.
Seine Mitglieder sind laut Erläuterndem Bericht „das BAG, die Kommission für Technologie und Innovation (KTI), der Schweizerische Nationalfonds (SNF), das Zentrum für Technologiefolgeabschätzung der Akademien der Wissenschaften Schweiz, universitäre Institute und Universitätsspitäler, die im Bereich HTA aktiv sind, die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH), die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für klinische Krebsforschung (SAKK), die Sektion Gesundheit des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Tessin und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK).“
‚Kooperation’ heisst EU-Einbindung
Das SNHTA kooperiere mit den „europäischen HTANetzwerken“ säuselt der Bericht.
‚Ko-operation’ tönt gut. Sucht man aber im Internet nach den ‚europäischen HTANetzwerken’, dann entpuppt sich „Kooperation“ als übelster Propagandatrick. Denn man gelangt zu dem „Europäischen Netzwerk für HTA“ (EUnetHTA) und erfährt dort, dass „Swiss Network for HTA“ längst dort Mitglied ist. Ja, in den „Governance Guiding Principles“ des EUnetHTA steht, das Swiss Network for Health Technology Assessment (SNHTA) sei Gründungsmitglied der EUnetHTA.
Damit sind die Mitglieder des SNHTA (BAG, FMH, GDK, SAKK, KTI, SNF, Zentrum für Technologiefolgeabschätzung der Akademien der Wissenschaften Schweiz, universitäre Institute und Universitätsspitäler, die im Bereich HTA aktiv sind, die Sektion Gesundheit des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Tessin) de facto in zentralistischen Strukturen der EU eingebunden und erfüllen am Volk vorbei EU-Aufträge.
Das meinte Bundesrat Berset 2013, als er "für ein pragmatisches Vorgehen plädierte, das auf »Soft Power« und die Einbindung aller Akteure setzt" und als am 29.1.2013 sagte: „Wir brechen die Macht des Einzelnen“. Die „Einbindung aller Akteure“ erweist sich im Klartext als Einbindung in die EU.
Wer hat die Verhandlungen mit der EU geführt und wer war bei der Versammlung am 29. September 2009 in Sevilla der Schweizer Beamte, der diesen Beitritt – in wessen Auftrag? – von BAG, FMH, GDK und anderen nationalen Behörden und Gremien in den Brüsseler Machtblock am Volk vorbei vollzog?
Von der Homepage von EUnetHTA „Organisation: EUnetHTA is a network of government appointed organisations (from EU Member States, EU-accession countries, plus EEA and EFTA countries) and a large number of relevant regional agencies and nonfor-profit organisations that produce or contribute to HTA in Europe.”
Das „EUnetHTA“ ist Kind und Teil der EU: “In 2004, the European Commission and Council of Ministers targeted Health Technology Assessment (HTA) as »a political priority«, recognising »(…) an urgent need for establishing a sustainable European network on HTA«.” Das Sekretariat von ‚EUnetHTA’ wird vom Dänischen Bundesamt für Gesundheit und Medizin („Danish Health and Medicines Authority“) geführt. Sekretariatsdirektor ist Finn Boerlum Kristensen. Er schreibt: „The development of HTA in Europe has been a combination of scientific, political and practical steps in a region of the world that provides specific conditions for that to happen – the European integration and the EU.” EUnetHTA wird von der EU als eine ihrer Institutionen geführt, „ensuring the continuation and development of HTA in the EU“. ,
Wes Brot ich fress, des Lied ich sing …
Die EU-Aufträge, die nun via SNHTA vollzogen werden, sind gebunden an die
Wirtschafts- und Machtinteressen von 20 “Stakeholdern”, die als NGOs ebenfalls
Mitglieder des EUnetHTA sind: “AESGP: The Association of the European Self-Medication Industry (Indus-try); AIM: Association Internationale de la Mutualité (Payers); BEUC: The European Con-sumer Organisation (Patients); COCIR: The European Coordination Committee of the Radio-logical, Electromedical and Healthcare IT Industry (Industry); CPME: The Standing Commit-tee of European Doctors (Providers); EDMA: The European Diagnostic Manufacturers Asso-ciation (Industry); EFPIA: European Federation of Pharmaceutical Industries and Associa-tions (Industry); EGA: The European Generic Medicines Association (Industry); EMSP: European Register for Multiple Sclerosis (Patients); EPF: The European Patients Forum (Patients); ESC: European Society of Cardiology (Providers); ESIP: The European Social Insurance Platform (Payers); ESMO: The