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Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 127 Seiten
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mung der Schweizer Literatur im Ausland bei. Der Bund vergibt Übersetzungsbeiträge an ausländische Verlage und unterstützt in Kooperation mit geeigneten institutionellen Partnern die Qualifikation internationaler Übersetzer von Schweizer Literatur. Zudem unterstützt der Bund weltweit Lesereisen und Literaturausstellungen. Mit dem Ziel, Schweizer Literatur engagierten Multiplikatoren und der internationalen Forschung zugänglich zu machen, werden ferner Bibliotheken, Botschaften und Literaturinstitutionen in der ganzen Welt mit einer Auswahl relevanter Schweizer Neuerscheinungen aus allen Landesteilen bestückt.
Preise und Auszeichnungen
Die 2012 eingeführten Schweizer Literaturpreise werden jährlich verliehen und zeichnen literarische Werke aus, die von einer unabhängigen, vom EDI ernannten Expertenjury ausgewählt werden. Ein oder zwei Grand Prix23 werden an Autorinnen und Autoren verliehen, dazu ein Spezialpreis für Übersetzerinnen und Übersetzer beziehungsweise für Vermittlerinnen und Vermittler (alternierend). Die Preise berücksichtigen alle vier Sprachregionen der Schweiz und die verschiedenen literarischen Gattungen. Zur Preisverleihung gehören auch verschiedene Promotionsmassnahmen, mit denen die Werke der Öffentlichkeit besser bekannt gemacht werden sollen.
Organisationen der Kulturschaffenden
Der Verband Autorinnen und Autoren der Schweiz wird als Organisation professioneller Kulturschaffender vom Bund unterstützt. Er vertritt die Interessen der Schweizer oder in der Schweiz wohnhaften Autorinnen und Autoren sowie Übersetzerinnen und Übersetzer.
Herausforderungen
Die Vielfalt der Schweizer Literaturlandschaft steht unter Druck und muss deshalb verteidigt und gefördert werden (vgl. Auswirkungen von Globalisierung und Digitalisierung auf die Literaturlandschaft Ziff. 1.5). Dabei spielt der Austausch eine wichtige Rolle, da er den Kontakt zwischen den Literaturschaffenden und der Leserschaft herstellt. Ein fruchtbarer Austausch wird insbesondere durch die literarische Übersetzung und die Schaffung von Begegnungsmöglichkeiten gewährleistet (Literaturzeitschriften, Veranstaltungen, Unterstützung von Institutionen und Verlagen). Die Mehrsprachigkeit, die multikulturelle Gesellschaft und das grosse Spektrum an Verlagen bilden die Grundlage der literarischen Vielfalt in der Schweiz. Diese Vielfalt stärkt die Vermittlung nicht nur auf nationaler, sondern auch auf internationaler Ebene.
In der viersprachigen Schweiz gibt es heute kaum mehr junge literarische Übersetzer. Literarische Übersetzungen sind angesichts des gesteigerten ökonomischen Drucks auf die Schweizer Verlage zunehmend zu einem Risiko geworden, das diese nicht mehr tragen können. Auf internationaler Ebene verstärkt sich diese Tendenz aufgrund des starken Schweizer Frankens, so dass auch die internationale Präsenz der Schweizer Literatur beeinträchtigt ist.
Die Digitalisierung im Sinne einer globalen Entwicklung führt ebenfalls zu neuen Herausforderungen. Es ist wichtig, dass die Schweiz die technologischen Entwicklungen in diesem Bereich genau verfolgt und sich aktiv daran beteiligt. Die Rahmenbedingungen für die Akteure – insbesondere die kleinen und mittleren Verlage – müssen Investitionen begünstigen. Dazu gehört auch der Schutz der Urheberrechte (von Autorinnen und Autoren bzw. Übersetzerinnen und Übersetzern).
23 Preisträgerinnen und Preisträger der Schweizer Literaturpreise: 2013 Jean-Marc Lovay, Erica Pedretti und Fabio Pusterla. Preisträger Schweizer Grand Prix Literatur; 2014 Philippe Jaccottet, Paul Nizon und Christoph Ferber.