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Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 127 Seiten

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Organisationen der Kulturschaffenden

Danse Suisse und Reso werden als Organisationen professioneller Kulturschaffender vom Bund unterstützt. Diese Organisationen vertreten die Interessen der Sparte Tanz in der Schweiz.

Herausforderungen

Aufführungen von zeitgenössischen Tanzproduktionen finden in der Schweiz meist in wenigen grösseren Städten statt. Die Möglichkeiten für Compagnien, überregional aufzutreten, sind beschränkt. Inlandtourneen sind jedoch entscheidend, da sie dem Werk sowie den Künstlerinnen und Künstlern ermöglichen, in der Begegnung mit dem Publikum zu reifen. Zudem bringen Inlandtourneen den aufwändig produzierten Werken ein angemessenes Publikum.

Das Tanzschaffen ist für sein Entstehen und Bestehen notwendigerweise international ausgerichtet. Regelmässige Tourneen und internationale Produktionen sind für die Compagnien essenziell. Dafür ist ein ganzjähriger professioneller Betrieb nötig. Die Gruppen erhalten jedoch mehrheitlich keine Betriebsbeiträge, so dass kaum eine professionelle Promotion und Verbreitung sowie ein nachhaltiges Tourneemanagement aufgebaut werden können. Die Compagnien versuchen dies u.a. durch substanzielle Koproduktionsbeiträge von Veranstaltern im Ausland auszugleichen – doch der effektive Wert dieser internationalen Beiträge ist durch den hohen Frankenkurs stark gesunken.

Die internationalen Netzwerke und Koproduktionshäuser konzentrieren ihre durch die Krise schwindenden Mittel auf weniger Künstler. In dieser Dynamik kommt der Zusammenarbeit mit diesen Netzwerken sowie der aktiven Promotion eine grosse Bedeutung zu.

Ziele und Massnahmen

Die bisherigen Fördermassnahmen werden in der Periode 2016–2019 weitergeführt und optimiert. Den dargestellten Herausforderungen soll wie folgt begegnet werden:

Seit 2014 gibt es in der Schweiz erstmals eine Ausbildung für zeitgenössischen Tanz auf Hochschulstufe. In der nächsten Förderperiode muss die Nachwuchsförderung ausgebaut werden, um die Studienabgängerinnen und -abgänger optimal zu fördern und deren Abwanderung ins Ausland im Sinne einer Stärkung der Schweizer Tanzszene zu verhindern.

Ausserhalb der städtischen Zentren mangelt es in der Schweiz an Veranstaltern, die regelmässig zeitgenössischen Tanz programmieren und über die entsprechenden Infrastrukturen verfügen. Kurz- und mittelfristig sollen Festivals und Veranstalter, welche in ihren Mehrspartenprogrammen bereits zeitgenössischen Tanz programmieren, angeregt werden, mehr Schweizer Gruppen zu präsentieren. Zusätzliche Verbreitung kann der Bund ermöglichen, indem er Festivals und Veranstalter unterstützt, welche das Schweizer Tanzschaffen konzentriert präsentieren, oder in ihren überregional ausgerichteten Programmen Schweizer Werke in einen internationalen Kontext stellen und sie dem Publikum näher bringen. Zudem sollen die bestehenden Massnahmen, welche im Rahmen der koordinierten Tanzförderung aufgebaut wurden, zusammen mit den beteiligten Kantonen und Städten optimiert werden.

Die Konkurrenzfähigkeit von Schweizer Compagnien im Ausland ist nur durch eine substantiellere finanzielle Förderung der Tourneetätigkeit aufrecht zu erhalten. Dies soll die aufgrund des hohen Frankens für Schweizer Gruppen tiefen Gagen und Koproduktionsbeiträge ausgleichen. Weiter muss die aktive Zusammenarbeit mit ausgewählten internationalen Netzwerken intensiviert und die Schweizer Präsenz an den wichtigsten internationalen Tanzmessen und Festivals mit Formaten wie Salons und Künstlerpräsentationen ausgebaut wer-