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Vernehmlassung 2013/113: Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2019 (Kulturbotschaft) · 127 Seiten

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Herausforderungen

Im Design überlagern sich die Ziele von Kultur-, Wirtschafts- und Innovationsförderung teilweise. Trotzdem gibt es in der Schweiz – anders als im Ausland – zurzeit keine aufeinander abgestimmte und sich komplementär ergänzende Fördermodelle. Dies obwohl das Potenzial gross ist und die Erarbeitung von neuen Produkten und Leistungen mit hohen Produktionskosten verbunden und die Lancierung auf dem stark kompetitiven Markt sehr anspruchsvoll ist. Für den Nachwuchs ist es daher häufig nicht möglich, die eigenen Arbeiten zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Viele Designerinnen und Designer arbeiten erfolgreich in der Schweiz. Der Binnenmarkt ist jedoch zu klein für längerfristigen Erfolg, und der Zugang zum internationalen Markt schwierig. Die Schweiz hat zwar einen guten Ruf bezüglich Qualität, aber ausländischen Veranstaltern fehlen oft vertiefte Kenntnisse über die Vielfalt der Designszene der Schweiz.

Ziele und Massnahmen

Für eine gezielte Förderung des Schweizer Designs wird Pro Helvetia das Pilotprojekt der Finanzierungsperiode 2012–2015 in eine systematische und koordinierte Designförderung überführen. In der Zusammenarbeit mit der Kultur-, Wirtschafts- und Innovationsförderung soll die Entwurfs- und Kreationskompetenz talentierter Designerinnen und Designer gefördert, die Gründung von Start-up-Firmen erleichtert sowie den Eintritt in den nationalen und internationalen Markt ermöglicht werden. Entscheidend bei der Entwicklung eines Modells ist es, dass die Wirtschafts- und Innovationsförderung nicht erst nach der Kulturförderung ansetzt, sondern dass alle drei von Anfang an zusammenwirken (vgl. Ziff. 2.4.1).

Damit sich das Schweizer Designschaffen besser im internationalen Markt positionieren kann, braucht es zeitgemässe Förderinstrumente. Anstelle der bisherigen Wanderausstellungen werden künftig in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft und der Exportförderung sowie mit dem EDA Promotionsformate entwickelt, welche die Präsenz an relevanten Messen und Plattformen verstärken. Zudem werden Kuratorinnen und Kuratoren aus führenden europäischen Märkten wie Dänemark und Holland in die Schweizer Designszene eingeführt, um deren Wissen über Schweizer Design zu verbessern. Für junge Designschaffende werden Möglichkeiten geschaffen, mit renommierten Unternehmungen im Ausland zusammenzuarbeiten. Mit der Verstärkung der Auslandaktivitäten positioniert sich die Schweiz insgesamt als Designnation, was zu einem innovativen Bild der Schweiz im Ausland beiträgt.

2.1.3 Theater

Ausgangslage

Förderung des künstlerischen Schaffens

Der Bund vergibt Werkbeiträge an freie Theatergruppen und trägt so dazu bei, dass diese Gruppen mit neuen Werken international auftreten können. Seit 2012 unterstützt er zudem gemeinsam mit Städten und Kantonen ausgewählte Theatergruppen im Rahmen von kooperativen Fördervereinbarungen. Die Nachwuchsförderung erfolgt in Zusammenarbeit mit Partnerinstitutionen im In- und Ausland und umfasst Mentorate, Nachwuchsplattformen, Kooperationsprojekte sowie Förderprogramme für junge Theaterautorinnen und Theaterautoren.

Austausch und Vermittlung im Inland

Theater ist aufgrund seiner Textbezogenheit stärker als andere Kunstsparten an die Sprachräume gebunden. Der Bund fördert den Austausch und die Vermittlung im Inland durch die