Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2013/70: Verordnung des WBF über die offiziellen Zeichen für Berg- und Alpprodukte · 4 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 2Fedlex · Ergebnisbericht

vom kantonalen Vollzug. Die Gegner argumentieren mit der Schwächung von privaten Initiativen, der fehlenden Differenzierung am Markt und befürchteten höheren Kontrollkosten. Zudem wird befürchtet, dass die Zeichen in Zukunft als obligatorisch erklärt werden.

Folgende Punkte wurden in der Anhörung zentral thematisiert:

 Gestaltung: Sechs Organisationen (SKS, SBV, Agridea, ALG GR, VKMB, ART) bemängeln, dass

die ursprünglich grüne Farbe des Berg-Zeichens in Konkurrenz zur Marke Schweizer Alpkäse stehe und regen an, das Farbkonzept zu lockern oder zu überarbeiten. Gewünscht wurde eine stärkere Differenzierung zwischen den beiden Zeichen. Ausserdem wurden eine mehrsprachige Variante und eine sprachliche Kurzform vorgeschlagen.

 Finanzielle Unterstützung/Informationskampagne: Acht Organisationen (LANAT, SGPV-FSPC,

SBV, SAGR FR, CP, LA UR, SAB) fordern finanzielle Mittel für ein flankierendes Kommunikationskonzept zur Bekanntmachung und Aufklärung der Konsumenten während der Einführungsphase. Die finanziellen Mittel dürften jedoch nicht das bereits bestehende Absatzförderungsbudget belasten (Alpkäse, SMP, SAV, Lwa SG).

 Freiwilligkeit der Zeichen: Acht Stellungnehmende (LANAT, SGPV-FSPC, CP, SAGR FR, VKMB,

ART, FIAL, SBV) begrüssen die Freiwilligkeit der Zeichen ausdrücklich. Der kantonale Vollzug (Lebensmittelbehörden) zweifelt jedoch an der „gemeinsamen visuellen Identifizierung“, solange die Zeichen freiwillig sind. Drei Organisationen sprechen sich dafür aus, die Zeichen als obligatorisch zu erklären.

 Kosten/Zertifizierung: Die Grossverteiler befürchten einen zusätzlichen Zertifizierungsaufwand und

damit einen Kostenanstieg.

2 Berücksichtigung der Stellungnahmen

Aufgrund der Stellungnahmen hat das WBF das Farbkonzept geändert – das Berg-Zeichen soll neu in blauer Farbe und das Alp-Zeichen in grüner Farbe erscheinen. Dank einer grafischen Anpassung (u.a. Position des Schweizer Kreuzes) würde die Differenzierbarkeit der Zeichen erhöht. Zur Einführung der Zeichen wird eine Begleitgruppe gegründet und das BLW wird die Lancierung der Zeichen kommunikativ begleiten.

072.118/2013/00603 \ COO.2101.101.5.1462121 2/2