Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2014/53: Teilrevision des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung betreffend Steuerung des ambulanten Bereichs · 168 Seiten

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Hinweise, Kritiken, Vorschläge, Anträge Verfasser Observations, critiques, suggestions, propositions Auteurs Osservazioni, critiche, suggerimenti, proposte Autori

«Vertretungen der Leistungserbringer» genügt nicht – damit wäre nicht einmal si-

chergestellt, dass minimal ein Arzt Einsitz hätte. In den kantonalen Kommissionen

müssten sowohl die kantonale Ärztegesellschaft wie auch der VSAO und die Spi-

talärzte vertreten sein. Die Kommission müsste echte Mitentscheidungsrechte ha-

ben.

- Zu kurze Frist für Praxisgründung (Art. 40a Abs. 3)

Der Entwurf sieht vor, dass von einer Zulassung innert sechs Monaten Gebrauch

gemacht werden muss, damit sie nicht verfällt. Der Planungshorizont für die Grün-

dung einer Arztpraxis beträgt mindestens zwölf Monate. Die gesetzliche Frist ist

auf zwölf Monate mit Verlängerungsmöglichkeit zu erweitern.

La FSP salue le présent projet et en approuve pour I'essentiel I'orientation générale. Il FSP importe avant tout que la question des soins de santé ne se concentre pas uniquement

sur les seuls coûts, mais aussi sur un accès optimal aux prestations et sur leur qualité.

Nous ne pouvons en revanche nous rallier à un certain nombre de mesures proposées

et demandons en conséquence que le projet soit fondamentalement remanié.

En particulier, I'idée de coupler le pilotage des soins avec les tarifs ne nous paraît pas

défendable, et nous demandons sur ce point une claire distinction. En outre, il nous

semble important d'intégrer aussi la question de la formation de base et de la formation

postgrade des spécialistes dans le cadre d'un éventuel paquet de mesures.

Nous comprenons les motifs ayant conduit au choix du modèle proposé; ils sont en défi-

nitive plus convaincants que ceux qui auraient plaidé en faveur du modèle de la liberté

de contracter ou de la différenciation des tarifs. Nous sommes conscients que la com-

plexité croissante et les différents intérêts en présence (évolution démographique / ma-

ladies chroniques / financement des besoins accrus) requièrent davantage de pilotage -

mais celui-ci doit obligatoirement être associé à une plus grande transparence.

Nous saluons le fait que les compétences relatives au pilotage des soins ambulatoires

restent, en grande partie, aux mains des cantons et nous approuvons également une

certaine marge de manoeuvre qui permet de tenir compte des particularités cantonales

Generelle Bemerkungen: Hausärzte

Hausärzte Schweiz steht der beabsichtigten Steuerung im ambulanten Bereich dem Schweiz Grundsatz nach positiv gegenüber, insbesondere um eine bestehende oder drohende

Unterversorgung zu bekämpfen. Mit dem vorgelegten Entwurf der Teilrevision des KVG

erhalten die Kantone die Möglichkeit, bei Über- oder Unterversorgung zu reagieren und

die nötigen Massnahmen einzuleiten. Eine Unterversorgung droht in den nächsten Jah-

ren nicht nur im Bereich der hausärztIichen Versorgung, sondern auch in anderen medi-

zinischen Fachgebieten. Somit bedarf es nach Ansicht unseres Verbandes grundsätzli-

cher Steuerungsmöglichkeiten, wie dies im vorliegenden Entwurf vorgesehen ist. Zent-

ral ist aus Sicht der Ärzte, dass keinerlei Benachteiligungen entstehen, weder unter den

einzelnen Fachgruppen noch unter den Ärzten, welche den Schritt in die Selbständigkeit

beabsichtigen. Gleichzeitig sind aber Massnahmen vorzusehen, um weiterhin eine qua-

litativ hochstehende Medizin zu garantieren. Dazu gehört auch der Nachweis einer Lan-

dessprache.

Dass eine unbefristete Lösung eingeführt werden soll, bewertet Hausärzte Schweiz als

positiv, da damit die Planungssicherheit erhöht und weitere systembedingte Aus-

wüchse, wie sie in den letzten Jahren durch eine wiederholte Änderung der gesetzli-

chen Grundlagen vorkamen, verhindert werden.

Abschliessende Bemerkungen:

Hausärzte Schweiz erhebt zudem im Hinblick auf die Qualität der ärztlichen Versorgung

die folgenden zentralen Forderungen, deren Irrelevanz oder Gesetzeswidrigkeit bisher

seitens des Gesetzgebers nicht schlüssig nachgewiesen werden konnte:

- Kenntnis einer Landessprache: Auch wenn diese Voraussetzung in Art. 15 Abs. 1

MedBG erwähnt ist, ist sie dennoch im Rahmen der Steuerung des ambulanten

Bereichs nochmals zu erwähnen, da sie absolut zentral ist.