Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2014/85: Teilrevision der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) und der Verordnung des EDI über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KLV) · 147 Seiten

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Gesamtschweizerische Dachverbände der Wirtschaft

Die Wirtschaftsverbände begrüssen zwar grundsätzlich Massnahmen zur Kosteneindämmung bei den Medikamenten, doch fürchten sie negative Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Schweiz und nehmen deshalb eine insgesamt ablehnende Haltung gegenüber den vorgeschlagenen Änderungen ein.

Patientenorganisationen und Konsumentenverbände

Die Patientenorganisationen und Konsumentenverbände stimmen den vorgeschlagenen Änderungen grundsätzlich zu, doch gehen ihnen die Änderungen zu wenig weit. So müsse etwa bei der dreijährlichen Überprüfung sowohl der APV als auch der TQV durchgeführt werden, wobei das tiefere Ergebnis den FAP bestimmen müsse. Darüber hinaus wird eine Erweiterung des Länderkorbes um Italien und Spanien und teilweise auch um Norwegen verlangt. Die Reduktion der Toleranzmarge von 5% auf 3% wird zwar als "Schritt in die richtige Richtung" begrüsst, doch sei die vollständige Abschaffung der Toleranzmarge wünschenswert.

Organisationen des Gesundheitswesens

9 Pharmaverbände bzw. –Unternehmen äusserten sich zu den Änderungen und befürchten einschneidende Auswirkungen auf den Forschungs- und Innovationsstandort Schweiz. Sie lehnen die vorgeschlagenen Änderungen umfassend ab.

4 Apotheken bzw. deren Verbände äusserten sich zu den Änderungen. Sie sehen aufgrund tiefer Medikamentenpreise die Existenz vieler Apotheken als bedroht. Auch sie lehnen die vorgeschlagenen Änderungen umfassend ab.

3 Ärzteverbände und die Konferenz der kantonalen Ärztegesellschaften äusserten sich zu den Änderungen. Sie stehen den Änderungen kritisch gegenüber.

3 Versicherungsverbände und Versicherer äusserten sich zu den Änderungen. Sie stehen den vorgeschlagenen Änderungen grundsätzlich positiv gegenüber.