Ergebnisbericht
Vernehmlassung 2014/85: Teilrevision der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) und der Verordnung des EDI über Leistungen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KLV) · 147 Seiten
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beziffert. Umgerechnet auf die Schweiz entspricht dies einer Einsparung von etwa 350 Mio. CHF pro Jahr.
Eine Studie aus der EU zeigt, dass die Bündelung der logistischen Transaktionen die aus der zentralen Belieferung der Leistungserbringer durch zentral verfügbare Vollsortimente (wie dies in den Verteilzentren der pharmalog.ch Mitglieder der Fall ist) entstehen, die Anzahl der notwendigen Transaktionen um einen Faktor 17 reduziert. Die Studie stellt fest, dass für die 6 grössten Länder der EU die Anzahl Transaktionen von rund 530 Milliarden auf rund 30 Milliarden reduziert wird. Diese Reduktion ist aus ökonomischen, umwelt- und verkehrstechnischen Gründen mehr als nur zu begrüssen.
Die Abgeltung des Pharma-Vollgrosshandels erfolgt über den Leistungserbringer der einen Teil des Vertriebsanteils für die Entschädigung seines Vollgrossisten verwendet. Dieser Vertriebsanteil wird vom Leistungserbringer nicht nur für den OKP Bereich eingesetzt sondern deckt die Ganzheit der Leistungen des Pharma-Vollgrosshandels ab. Es kann demzufolge nicht nach Sortiment (Rx, OTC, LS oder NLS) unterschieden werden. Die heutige Regelung der Abgeltung des Pharma-Vollgrosshandels gilt demnach nur für eine gesamtheitliche Betrachtung aller Sortimente und aller Kunden. Dank dem aktuell geltenden System, welches in Europa einzigartig ist, wird die Quersubventionierung zwischen Sortimenten oder Kunden massiv reduziert. Die Fakturierungsmodelle des Pharma-Vollgrosshandels sind leistungsorientiert und bilden die vom Leistungserbringer verlangten Logistikleistungen ab. Das seit 15 Jahren in Kraft gesetzte Modell hat sich nachhaltig bewährt und gestattet die Versorgungssicherheit unseres Medikamentenmarktes zu garantieren.
Dabei ist jedoch gerade im Zusammenhang mit der Preisfestsetzung darauf hinzuweisen, dass die Kosten sowie die Wertschöpfung des Voll-Grosshandels ausschliesslich im Binnenmarkt anfallen und somit direkt von der schweizerischen Kaufkraft abhängen.
Einige Schlüsselzahlen
Gelieferte Mengen : über 160 Mio. Packungen
Über 16‘000 Kunden in der Schweiz
Über 1500 Lieferanten
Verfügbarkeit von über 98 %
Vorfinanzierung von rund 450 Mio. CHF
Sichere Grundversorgung seit über 100 Jahren
Anzahl Arbeitsplätze : rund 1400
Lohnsumme : rund 100 Mio. CHF
3. Stellungnahme zu den einzelnen Bestimmungen KVV und KLV
Die Stellungnahme von pharmaSuisse ist uns bekannt und wir möchten hier festhalten, dass wir sowohl die allgemeinen wie die spezifischen Bemerkungen von pharmaSuisse voll und ganz teilen. Insbesondere die Struktur des fixen Vertriebsanteiles für bestimmte Preiskategorien muss dringend überprüft werden. Ebenfalls teilen wir die These eines minimalen Ex-Factory Preises um die heutige hochstehende Versorgung der Schweiz mit Arzneimitteln nicht zu gefährden.
Weiter betreffen die einzelnen Bestimmungen der Revision mehrheitlich Aspekte die nicht direkt den Aktivitäten des Pharma-Vollgrosshandels entsprechen. Wir lehnen uns deshalb für all die herstellerspezifischen Elemente an die Positionen der Interpharma und vips/Intergenerika an und teilen die in deren Stellungnahmen aufgeführten Argumente voll und ganz.
Vermehrte Transparenz
Der Wille zu vermehrter Transparenz ist zu begrüssen. Dies darf jedoch nicht nur für