Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/14: 11.418 Pa.Iv. KVG. Gesetzliche Anerkennung der Verantwortung der Pflege · 141 Seiten

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Hinweise, Kritiken, Vorschläge, Anträge Verfasser Observations, critiques, suggestions, propositions Auteurs Osservazioni, critiche, suggerimenti, proposte Autori Kompetenzordnung und Governance FDP

FDP.Die Liberalen fordert klare Kompetenzordnungen und Governance-Strukturen im

Gesundheitswesen. Daher unterstützen wir die Minderheiten Cassis bei Art. 25a Abs. 2

und Art. 33 Abs. 1bis Bst. c: Es muss klar definiert sein, wer jeweils die Entscheidungs-

kompetenz hat und es darf nicht, wie von der Mehrheit vorgeschlagen, Zwischenstufen

geben. Wenn im Gesetz nun vorgeschrieben wird, dass Ärzte und Pflegefachpersonen

in gewissen Bereichen Entscheide gemeinsam fällen müssen, entstehen zwangsläufig

Konflikte und/oder Doppelspurigkeiten. Des Weiteren ist nicht geregelt, was passiert,

wenn die beiden Entscheidungsträger nicht einer Meinung sind. Auch versicherungs-

technisch stellen sich bei der vorgeschlagenen, schwammigen Kompetenzordnung

schwierige Haftungsfragen. „Zwischenstufen“ müssen daher im Zweifelsfall ärztlich ge-

regelt sein (denkbar wäre eine Positivliste der Kompetenzen für Pflegeberufe).

· Art. 25a, al. 1 et 2 : PS Le dispositif proposé fait une distinction, à l’al. 1, entre les soins qui sont dispensés sur

prescription ou sur mandat d’un médecin et ceux qui le sont sans prescription ou man-

dat d’un médecin. Autrement dit, les infirmières et les infirmiers auront la possibilité de

fournir des prestations de soins de base ainsi que des prestations d’évaluation, de con-

seil et de coordination de manière autonome. Les soins de traitement continueraient à

requérir l’accord d’un médecin. Le PS est favorable aux modifications proposées.

Quant à l’alinéa 2, le PS suivra la proposition de la majorité de la commission. Selon

celle-là, les prestations de soins aigus et de transition qui sont nécessaires consécuti-

vement à un séjour hospitalier seront prescrites ensemble par le médecin et le person-

nel infirmier. Aux yeux du PS, il est important que les soins qui peuvent être dispensés

par le personnel soignant de manière autonome le soient aussi en phase aiguë et de

transition. En d’autres mots, il faut que l’autonomie des infirmier-ère-s soit également

reconnue dans le domaine stationnaire. En acceptant la proposition de la minorité Cas-

sis, Bortoluzzi, de Courten, Moret et Stolz, le Parlement irait à l’encontre des intentions

de la révision.

Einverstanden sind wir auch mit dem Vorschlag, die eigenständige Verordnung der SGB/USS Massnahmen im ambulanten und stationären Bereich einzuführen. Konsequentwer-

weise müsste dies auch für den Akut- und Übergangsbereich gelten. Wir beantragen,

diesen Artikel entsprechend anzupassen und die gemeinsame Unterzeichnung der Ver-

ordnung in der Akut- und Übergangspflege zu streichen (Art. 25a Abs. 2). Konequenter-

weise lehnen wir den Minderheitsantrag zu Art. 25a Abs. 2 ab, der der Pflege im Bereich

der Akut- und Übergangspflege nur eine Mitverantwortung übertragen will.

Art.25a, al.1 et 2, 1ère phrase : acsi L’ACSI est contre la version de la minorité du Parlement et préfère celle de la majorité.

Art.25a, al.1 et 2, 1ère phrase : frc La FRC est contre la version de la minorité du Parlement et préfère celle de la majorité.

Art.25a, al.1 et 2, 1ère phrase : sks La SKS est contre la version de la minorité du Parlement et préfère celle de la majorité.

Art. 25a Abs. 1 ASPS

Wir begrüssen die Aufnahme von Buchstabe b, fordern jedoch folgende Präzisierung:

„b. von einer Pflegefachperson oder von Organisationen der Krankenpflege und Hilfe zu

Hause ohne Anordnung oder Auftrag eines Arztes oder einer Ärztin erbracht werden.“

Es muss sichergestellt werden, dass die bisherigen, bewährten Regelungen zum Ein-

satz der Pflegefachkräfte der Spitex der Tertiär- und Sekundarstufe gemäss KVG wei-

terhin möglich bleiben.

Art. 25a Abs. 2

Der Mehrheitsantrag kann von uns nicht unterstützt werden. Es erscheint weder logisch

noch sinnvoll, dass bei der Akut- und Übergangspflege (AÜP) andere Regelungen als

für die Langzeitpflege gelten sollen, obwohl dieselben Pflegeleistungen von denselben

Pflegefachpersonen bei den Patientinnen und Patienten verantwortet und erbracht wer-

den. Äusserst problematisch erscheint es, dass die Massnahmen der Grundpflege bei

der AÜP verordnet werden müssen, bei der normalen ambulanten Pflege dagegen nicht.

Diesem Umstand wird auch dann nicht Rechnung getragen, wenn die Grundpflege bei

der AÜP von einer Pflegefachperson im Spital und nicht von einem Arzt oder einer Ärz-