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Vernehmlassung 2015/56: Gesamtschau Sportförderung des Bundes · 43 Seiten

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und Jugendlichen. Auch bei den 60- bis 74-Jährigen ist noch rund ein Fünftel der Menschen Aktivmitglied in einem Sportverein. Vereinssportler zeichnen sich in der Regel durch eine hohe Sportaktivität aus.

Die Fitnesscenter haben sich als wichtige Sportanbieter in der Schweiz weiter etabliert. Rund ein Sechstel der Wohnbevölkerung nutzt heute regelmässig das Angebot von Fitnesscentern. Dies ist im Verhältnis zu den Zahlen der Studie aus dem Jahr 2008 ein Zuwachs von knapp 20%.

Gegen 17 Prozent der Bevölkerung nutzen Angebote von weiteren privaten Anbietern und niederschwellige Sportangebote, die teilweise durch die öffentliche Hand bereitgestellt werden. Am beliebtesten sind Yoga und Tanzen. Flexible Angebote dieser Art sprechen insbesondere Frauen an (Frauen: 14%, Männer: 4%). Männer sind demgegenüber häufiger Mitglied in einem Sportverein (31% gegenüber 20%). Zwei Fünftel der Befragten geben an, mindestens einmal pro Jahr Aktivferien zu machen.

Mit Blick auf die Hitliste der Sportarten erscheint einleuchtend, dass die «freie Natur» am häufigsten als Sportraum genutzt wird. Jede fünfte bzw. jede sechste Person nutzt mindestens einmal pro Woche Turn- und Sporthallen bzw. private Fitnesscenter. Obwohl vorwiegend Sportinfrastrukturen in der Wohngemeinde oder in der näheren Umgebung aufgesucht werden, verursacht das aktive Sporttreiben gemäss Mikrozensus Verkehr jeden achten Freizeitweg.11

1.5.5 Sportanlagen

Im Jahr 2012 wurden in der Schweiz rund 32‘000 Anlagen gezählt.12 Die sogenannten Freianlagen machen mit 37% den Grossteil der Anlagen aus. Die Fläche der traditionellen Freizeiteinrichtungen und Sportanlagen hat sich – abgesehen von Golfplätzen – in den letzten zwanzig Jahren nur geringfügig erhöht: Die Zahl der Fussballplätze, Schwimmbäder und Tennisplätze nimmt kaum noch zu.

Fast 60% aller Anlagen sind in öffentlichem Besitz. Viele Anlagen werden zudem in öffentlich-privater Partnerschaft betrieben. Turn- und Sporthallen sowie Bäder sind in der Regel öffentliche Sportanlagen. Fitnesscenter, Squash- und Golfanlagen befinden sich demgegenüber häufig in privatem Besitz. Fast jede Gemeinde besitzt mindestens eine Freianlage. Bei den Turn- und Sporthallen sind grössere regionale Unterschiede festzustellen - wie auch bei den Freibädern.

Nebst den einmaligen Kosten für Bau und Investitionen kommt den laufenden Kosten für die Bewirtschaftung der Sportanlagen eine bedeutende Rolle zu. Ein Rasensportfeld verursacht jährliche Bewirtschaftungskosten (Kosten für Personal, Betrieb und Unterhalt sowie Versorgung) von rund 60‘000 Franken, diejenigen einer Sporthalleneinheit liegen bei rund 80‘000 Franken. Hallenbäder schlagen mit jährlichen Kosten von rund 670‘000 Franken und Halleneisfelder mit 440‘000 Franken zu Buche.

11 BFS/ARE (2012) Mobilität in der Schweiz – Ergebnisse des Mikrozensus Mobilität und Verkehr 2010. Neuchâtel

12 Balthasar, A. et al. (2013): Sportanlagenstatistik Schweiz 2012. Kurzbericht. Magglingen: Bundesamt für Sport.