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Vernehmlassung 2015/56: Gesamtschau Sportförderung des Bundes · 43 Seiten

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Sportausübung wechseln, und sich anderseits das Segment derjenigen, die keinen Sport treiben, als recht stabil erweist.

Frauen treiben heute beinahe gleich viel Sport wie Männer. Die Veränderung der Sportaktivität über die Lebenszeit verläuft hingegen unterschiedlich. Bei den Männern sinkt die Sportaktivität nach dem 24. Altersjahr kontinuierlich, um dann ab der Pensionierung wieder anzusteigen. Frauen sind dagegen in jungen Jahren etwas weniger sportlich aktiv. Zudem findet in der Familien- und Kinderphase nach dem 25. Altersjahr ein deutlicher Rückgang der Aktivität statt. Im Gegensatz zu den Männern steigt die Sportaktivität aber nicht erst im Pensionsalter, sondern bereits ab 40 Jahren wieder an.

Gegenüber 2008 lässt sich 2014 bei allen Altersstufen ein leichter Anstieg der Sportaktivität feststellen. Die 65- bis 74-Jährigen haben ihre Sportaktivitäten überproportional stark gesteigert. Dieses Wachstum lässt sich vor allem darauf zurückführen, dass heute viel mehr Seniorinnen mehrmals pro Woche Sport treiben.

Die sprachregionalen Unterschiede haben sich verringert. Die Bevölkerung in der französischsprachigen Schweiz treibt heute fast annähernd so häufig Sport wie in der Deutschschweiz. Auch bei der italienischsprachigen Bevölkerung ist ein Anstieg zu beobachten.

Während sich die soziodemographischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern, dem Alter oder der Region deutlich reduziert haben, bleiben sozioökonomische Unterschiede hartnäckig. So weisen Personen mit einer hohen Bildung und ebensolchem Einkommen eine deutlich höhere Sportaktivität auf. Unter der Migrationsbevölkerung besteht nach wie vor ein grosser Geschlechterunterschied. In allen Altersgruppen ist ein deutlich höherer Anteil inaktiver Frauen und Mädchen zu verzeichnen.

1.5.3 Motive und Beweggründe

Seit Beginn der regelmässigen Befragungen im Jahr 2000 werden Gesundheit, Spass oder Geselligkeit als zentrale Beweggründe für Sport- und Bewegungsaktivitäten genannt. Diesen Faktoren kommt eine höhere Bedeutung zu als die eigentliche Leistung und das Erreichen persönlicher Leistungsziele. Zudem ist das Leistungserlebnis wichtiger als der Leistungsvergleich.

Auch in der Befragung 2014 werden als zentrale Motive Gesundheit, Spass, Naturerlebnis, Abschalten, Entspannung, Fitness sowie Geselligkeit mit Kollegen genannt. Bei der Gruppe der sehr aktiven Sportler wird allerdings dem Leistungsmotiv eine doppelt so grosse Bedeutung beigemessen. Ein knappes Viertel der Sporttreibenden nimmt an Wettkämpfen teil. Insbesondere die vereinsunabhängigen Sportveranstaltungen und Sportevents ohne Rangierung sind für Frauen und ältere Sportler attraktiv. Entsprechend ist in diesen Gefässen auch eine erhebliche Zunahme an Teilnehmenden zu verzeichnen.

1.5.4 Sportangebote

Sport wird in der freien Natur, im Verein, im Fitnesscenter, mit Unterstützung von kommerziellen Anbietern, in den Ferien, alleine oder in Gruppen betrieben: also an den unterschiedlichsten Orten, bei diversen Anbietern und in verschiedenen Settings.

In der Studie Sport Schweiz 2014 wurden die Teilnehmenden zum organisatorischen Rahmen der einzelnen Sportaktivitäten sowie zum Ort der Ausübung befragt. Mehr als die Hälfte der aktiven Bevölkerung treibt in einer ungebundenen, nicht organisierten Form Sport. Dies wird durch die Statistik der beliebtesten Sportarten bestätigt. Mit Wandern/Bergwandern,

Radfahren, Schwimmen, Skifahren und Jogging/Laufen stehen typische ungebundene Sportangebote zuoberst auf der Liste der ausgeübten Sportarten.

Beim organisierten Sport sind die Sportvereine die zentralen Anbieter. Heute sind 1,6 Millionen oder ein Viertel der Bevölkerung zwischen 15 und 74 Jahren in mindestens einem der rund 20‘000 Sportvereine aktiv. Noch höher im Kurs stehen die Sportvereine bei den Kindern