Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/56: Gesamtschau Sportförderung des Bundes · 45 Seiten

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Die bfu fordert, dass die strategische Umsetzung von Art. 1 Abs. 1 lit. e SpoFöG "Verhinderung von Unfällen bei Sport und Bewegung" besser thematisiert werde. Bestehende Präventionsprojekte seien weiterzuverfolgen und neue Massnahmen in Bezug auf die angedachte Sportförderung zu eruieren. Konkret wird eine einheitliche Sicherheitsempfehlung für sicheren Sport in der Schule, Unfallpräventionskonzepte für Sportverbände und die Umsetzung von unfallpräventiven Massnahmen durch Sportvereine gefordert. Auch SGAS fordert einen eigenen Abschnitt zum Thema "Unfallprävention und Gesundheitsschutz". An sämtlichen Ausbildungsorten und Sportstätten seien Unfallprävention und Gesundheitsschutz zu thematisieren. Sportunfälle sollen analysiert und Massnahmen zur Prävention erarbeitet werden. Entsprechendes Wissen müsse ins tägliche Verhalten, Trainingspläne und den Bau und Betrieb von Sportstätten einfliessen. Auch Partnerorganisationen sollen von diesem Wissen profitieren. Hochschulen sowie Berufsfachschulen, sollen diese Thematik in der Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte aufnehmen.

4.2 Leistungssportkonzept Kantone:

BE begrüsst das Leistungssportkonzept grundsätzlich. Auch VD, FR, SZ und TI begrüssen die vorgesehene Mittelerhöhung für den Leistungssport. Präzisere Angaben und Zahlen seien jedoch wünschenswert (FR). Für SZ müssen allerdings die Finanzzahlen so aufgearbeitet werden, dass transparent aufscheint, welche zusätzlichen Mittel SOA künftig für die Umsetzung des Leistungssportkonzepts erhält. Die diesbezügliche Zusicherung seitens Bund komme im Leistungssportkonzept weder qualitativ noch quantitativ ausreichend zum Ausdruck. VD und FR erachten die vorgesehenen Mittel als ungenügend. TI ist der Meinung, dass der Breitensport durch die vorgesehene Mittelerhöhung nicht benachteiligt werden dürfe. BE führt aus, dass die Förderung des Leistungssports nach dem Subsidiaritätsprinzip zu erfolgen habe. Finanzkräftige Verbände sollen nur noch das Minimum erhalten. Frei werdende Mittel seien für übrige strategisch relevante Sportarten einzusetzen. Eine gleichmässige Förderung aller Sportarten mache aus strategischer Sicht im Leistungssport keinen Sinn. Die geplante Bevorzugung der Schneesportarten werde insgesamt unterstützt. Nach VD und FR müssten die Mittel auf einige wenige Sportarten konzentriert werden, um möglichst viele Medaillen an internationalen Wettkämpfen zu gewinnen.

Die EDK ist der Meinung, dass sich eine privilegierte Förderung von SFV und SIHF nicht vertreten lasse. Diese Verbände hätten selber genug Geld.

GR und VD sind der Meinung, dass die geplante finanzielle Unterstützung der Verbände bei weitem ungenügend sei.

GL hält fest, dass der Bund sich versichern müsse, dass die Sportverbände ihre langfristigen Konzepte und Strategien offen legen und das zur Verfügung gestellte Geld mit Bedacht verwenden (auch FR).

Für NE und VS stellt sich die Frage, wie die Kantone die Interessen der nationalen Sportverbände berücksichtigen sollen. BE ist der Meinung, dass die Verbandsförderung insgesamt durch SOA zu erfolgen habe. Abgrenzungen seien auf Stufe Konzept vorzunehmen, die konkrete Regelung über einen Leistungsauftrag zwischen dem BASPO und SOA.

AG, FR und VD fordern eine Rollenklärung zwischen SOA und BASPO. Der Erfolg im Leistungssport hänge von einer guten Koordination der Tätigkeiten und Zuteilung der Mittel auf allen Ebenen ab. Auch TI fordert eine bessere Kommunikation zwischen den Ebenen Bund-Kantone-Gemeinden sowie des öffentlichen Sports mit SOA und den nationalen Sportverbänden. BL weist als Beispiel auf die in ihrem Kanton gut funktionierende Koordinationsstelle für alle Förderbereiche des Leistungssports hin.

Die EDK lehnt die Schaffung einer informellen Plattform Sport explizit ab. Die EDK sei die Sportministerkonferenz der Kantone. Die Plenarversammlung der EDK sei folglich der Ort, wo Sportfragen zu diskutieren seien.

VD und FR weisen darauf hin, dass im Kapitel 3.3.3 die Zahlen aktualisiert werden müssen. Der Kanton VD zähle heute 55 Verbände und internationale Sportorganisationen, welche 1500 Arbeitsstellen generieren (und nicht 800, wie angegeben).