Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/56: Gesamtschau Sportförderung des Bundes · 45 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 23Fedlex · Ergebnisbericht

Der Städteverband begrüsst die Erwähnung, dass die Gemeinden die Hauptlast der Sportförderung tragen.

BBGR ist der Auffassung, dass man der wirtschaftlichen Bedeutung des Sports noch mehr Gewicht hätte beimessen sollen.

Die VFG weist darauf hin, dass auch freikirchliche Jugendorganisationen Sportangebote anbieten.

SchweizMobil ist der Meinung, dass die Bedeutung der drei bei der Schweizer Bevölkerung mit Abstand beliebtesten Sportarten (Wandern, Velofahren und Schwimmen) in der Analyse zu wenig beleuchtet worden sei. Auch der Trend hin zu boomenden Outdoorsportarten finde kaum Beachtung. Demzufolge seien Massnahmen im Bereich der raumbezogenen Infrastruktur nur marginal abgehandelt worden.

Pro Velo macht im Breitensportkonzept zahlreiche Lücken aus. Insbesondere würden zu den meisten identifizierten Lücken keine Massnahmen vorgeschlagen (auch Public Health). Im Breitensportkonzept wäre aufzunehmen, dass Langsamverkehrsstrukturen zu fördern seien.

Neue Ausbildungsmodule beim BASPO, insbesondere die Sportkoordinatorenausbildung, seien einzuführen, da ein entsprechender Bedarf nachgewiesen sei.

Nach Public Health und Pro Velo überzeugt die Schneesportfokussierung im Breitensportkonzept nicht. Der Rückgang im Schneesport sei auch mit einem NSSZ nicht aufzuhalten. Alternative Angebote für Wintermonate seien zielführender. Weiter erwähnt Public Health, dass ein angeblicher Mangel an Sportinfrastruktur nicht ausgewiesen worden sei. Das Ziel müsse auf dem Erhalt von Bewegungsräumen liegen. Schliesslich müsste auch die Problematik des Verkehrsaufkommens im Freizeitbereich thematisiert werden.

Der STV und Seilbahnen setzen den Schwerpunkt hingegen auf die Förderung des Schneesports, insbesondere auf die Jugendförderung durch J+S. Im Bereich Breitensport fehle eine offizielle, nationale Leiterbörse für J+S-Leiter. Es sei schwieriger geworden, qualifizierte Leiter für Lager zu finden. Die bestehenden Leiterbörsen seien oft nur kantonal und nicht mehr zeitgemäss. Im Bereich Schneesport seien einige Massnahmen zu wenig konkret, so z.B. die Unterstützung der dezentralen Ausleihe von Schneesportmaterial. Wichtig wäre zu definieren, ob die Materialmiete finanziell unterstützt werde oder ob lediglich Koordinationsaufgaben wahrgenommen würden.

Zum Leistungssportkonzept führt der Turnverband aus, dass ausschliesslich das Ziel verfolgt werden solle, internationale Top-Leistungen zu erzielen. Alles andere rechtfertige keine speziellen Konzepte und finanzielle Unterstützung auf nationaler Ebene.

4.4.2 Breiten- und Leistungssport

Wie beurteilen Sie die vorgeschlagenen sachlichen und zeitlichen Prioritäten zum künftigen Engagement des Bundes im Breiten- und Leistungssport? a. Ist die Höhe der vorgesehenen finanziellen Mittel angemessen? b. Welche Handlungsfelder und Massnahmen des Bundes sind aus Ihrer Sicht anders zu gewichten?

Kantone:

BE erachtet eine Verzichtsplanung als notwendig, da absehbar sei, dass nicht alle notwendigen Mittel zur Verfügung stehen werden. Bei der Mittelverwendung sei der Breitensport zu bevorzu-

gen (AR, BE, BL, ZG).

Die Frage nach der Angemessenheit der vorgesehenen finanziellen Mittel könne nicht beantwortet werden (GL). Wichtig sei jedoch, dass das Programm J+S nachhaltig gesichert sei. Die Finanzierung durch den Bund sei langfristig zu gewährleisten (GL, ZG).

BL ist mit der Prioritätensetzung und den vorgeschlagenen Handlungsfeldern und Massnahmen grundsätzlich einverstanden. Die Höhe der finanziellen Mittel wird als angemessen betrachtet, soweit dies beurteilbar sei (auch BE). In erster Linie seien Massnahmen zu finanzieren, welche die grösste Wirkung erzielen (auch BE).