Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2015/56: Gesamtschau Sportförderung des Bundes · 45 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 20Fedlex · Ergebnisbericht

Magglingen darauf zu achten sei, dass, wo immer möglich, auf bestehende Infrastrukturen Rücksicht genommen und diese, wo sinnvoll und nötig, ergänzt werden. Sofern dadurch finanzielle Aufwände reduziert werden können, sei zugunsten des Breitensports sowie von Massnahmen im Bereich Bildung und Forschung zu investieren. Der SFV führt aus, dass es im Bereich der zunehmenden Regulierungsdichte bei Lärm- und Lichtemissionen sowie im Bereich der Auflagen bei der Sanierung von Sportanlagen Verbesserungspotenzial gäbe, was auch ohne Geldflüsse realisiert werden könne.

Weiter werden interessenbedingte Anforderungen an die verschiedenen Sportanlagen gestellt: Der SSV fordert, dass der Bau eines nationalen Leistungszentrums Schiesssport in Magglingen bereits in der ersten Bauetappe realisiert werden müsse. Der AeCS wünscht sich die Anerkennung bestehender aviatischer Infrastrukturen der Leicht- und Sportaviatik als nationale und regionale Sportanlagen. Der SAC bemerkt, dass für Randsportarten mehr Übernachtungskontingente in Magglingen und Tenero sowie in den von SOA anerkannten Sportzentren zur Verfügung gestellt werden müssen. Der SHV stellt fest, dass insbesondere für Mannschaftsspielsportarten (Nachwuchs- und Elite-Nationalmannschaften) die Möglichkeiten der Nutzung von Anlagen in Magglingen und Tenero aus Kapazitätsgründen sehr eingeschränkt sei. Der SKV begrüsst insbesondere die Pläne zum Bau einer auf internationaler Ebene wettbewerbsfähigen künstlichen Wildwasseranlage auf dem Gelände der Wassersportanlage des BASPO in Ipsach, obgleich ein kürzerer Zeithorizont für dessen Realisierung wünschenswert sei. Gemäss

SwissArchery sei im Immobilienkonzept die Nutzung der Halle End der Welt bis zum Bau der neuen Halle zu präzisieren. Die Hallennutzung solle für die Ausbildung weiterhin möglich sein, solange die neue Infrastruktur noch nicht bestehe. Das Bogenschiessen sei in die geplante neue unterirdische Schiessinstallation mit einzubeziehen. SA fordert, dass die Halle End der Welt auch für Wettkämpfe (mit Indoorrundbahn) zur Verfügung gestellt werde. Der Bau einer neuen Ausbildungshalle werde begrüsst. Dabei sollen Theorieräume direkt in der neuen Ausbildungshalle erstellt werden, was eine effiziente Kombination von Theorie und Praxis erlaube.

Swimming empfindet den Mangel an ausreichender Infrastruktur für Training und Wettkampf besonders einschneidend. Die Umsetzung des Wasserflächennutzungskonzepts und dem damit verbundenen Ausbau der Anlagen im CST Tenero sei von höchster Bedeutung. Der gesteckte Zeitrahmen für den Ausbau erscheine aber als zu lang. Zudem gäbe es einen grossen Zusatzbedarf für Mitgliedervereine und Schwimmschulen zur Nutzung der bereits bestehenden Anlagen. Da Schwimmanlagen im Betrieb sehr teuer sind, sollen Bundesgelder auch teilweise zum Betreiben der Anlagen eingesetzt werden. Prioritär zu behandeln seien folglich die zeitgemässe Weiterentwicklung, die Renovation und der Ausbau der Schwimmanlagen im CST, der prioritäre Zugang zu bestehenden kommunalen und kantonalen Bädern für Mitglieder von Swiss Swimming sowie weitere Zusprachen von NASAK-Geldern auf der Grundlage des Wasserflächennutzungskonzepts zwischen Swiss Swimming und dem BASPO.

Zum Nationalen Schneesportzentrum (NSSZ):

Die BDP erachtet ein NSSZ als überflüssig. Auch der EKKJ und der Schneesportinitiative erscheint fraglich, ob ein NSSZ zur bestmöglichen und nachhaltigsten Förderung des Wintersports führen würde. Die Schneesportinitiative betont, dass das damit eingesparte Budget vielmehr in dezentrale Massnahmen zugunsten der Schneesportförderung einfliessen müsse. Swiss-Ski findet es befremdlich, dass eine Verbindung und inhaltliche Bewertung der beiden Wintersportprojekte NSSZ und Schneesportinitiative fehlen. Die Schneesportinitiative decke den Bereich der Schneesportlager günstiger und effizienter ab als ein NSSZ. Das Projekt NSSZ solle nicht mehr weiter verfolgt werden. Die dadurch eingesparten Mittel sollen zumindest teilweise für die Förderung der Aus- und Weiterbildung und den Leistungssport in den Schneesportdisziplinen reserviert bleiben. Für den Leistungssport haben Swiss-Ski und die Sportmittelschule Konzepte für die Schaffung von drei Kompetenzzentren für die Athletinnen und Athleten erarbeitet, welche die gesamte Laufbahn abdecken würden. Die entsprechende Unterstützung im Bereich der Investitions- und Betriebskosten müsse zwingend neu in das Immobilien- und Leistungssportkonzept aufgenommen werden. Auch der SHSV führt aus, dass der Schneesport für die Schweiz von essentieller Bedeutung sei. Um die Schweiz als Schneesport-Nation leistungsfähig zu erhalten, erachte der SHSV aber bereits folgende Handlungsfelder als wirkungsvoll: Winteruniversiade in der Schweiz, Youth Olympic Games in Lausanne, Schneesportinitiative Schweiz sowie Förderung der Nationalen Leistungszentren von Swiss-Ski.