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Vernehmlassung 2015/58: Konzeptbericht Mobility Pricing · 68 Seiten

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N511-1025

6. Inhalt und Ausgestaltung von Mobility Pricing – Vorschläge für Schweizer Modellvarianten

Die nachfolgend dargestellten Modellvarianten folgen einem Entwicklungspfad von einem einfachen Modell hin zu komplexen Modellen, d.h. von räumlich abgegrenzten Modellen hin zu einem flächendeckenden Modell. Mit dieser Systematik ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse für das unter Ziffer 2.1 definierte Ziel der Brechung von Verkehrsspitzen und der gleichmässigeren Auslastung der Verkehrsinfrastrukturen. Die Modellvarianten unterscheiden sich vorwiegend in ihrer räumlichen und funktionalen Ausprägung, d.h. wo und für was benutzungsbezogene Verkehrsabgaben erhoben werden. Allen nachfolgend dargestellten Modellvarianten für die Strasse und die Schiene bzw. den öV ist gemeinsam, dass sie die Einführung einer fahrleistungsbezogenen Abgabe und die ganz oder teilweise Kompensation von bestehenden Abgaben vorsehen.

6.1. Modellvarianten – Strasse

In diesem Kapitel werden gestützt auf den morphologischen Kasten bzw. die in Anhang I umschriebenen Modellparameter fünf mögliche Modellvarianten Strasse ausgeschieden.

Abbildung 7: Übersicht Modellvarianten Strasse

* auf vordefinierten, verkehrsüberlasteten Strassenabschnitten und/oder zu Hauptverkehrszeiten

Hauptmodellvarianten (rot umrahmt) in diesem Entwicklungspfad bilden die beiden Varianten Zone-Netz-Zone A und Gebiet. Erstere umfasst die Nationalstrassen und das Strassennetz in den Agglomerationen, letztere flächendeckend das gesamte Schweizer Strassennetz. Beide Modellvarianten beinhalten eine Kilometerabgabe und zu Hauptverkehrszeiten und/oder an neuralgischen Stellen einen Kilometerzuschlag. Sie unterscheiden sich bezüglich des Pricingobjekts, der Frage, wo eine Kilometerabgabe und/oder ein Kilometerzuschlag entrichtet werden müssen. Diese beiden Hauptmodellvarianten zeichnen sich im Unterschied zu den anderen Varianten dadurch aus, dass erstere die kleinste Modellierung bildet, mit der die Verkehrsprobleme dort gelöst werden können, wo sie auftreten, ohne signifikant unerwünschte Nebeneffekte zu generieren, letztere die Modellierung abbildet, die den ganzheitlichsten und den zielführendsten Ansatz zur Lösung der Verkehrsprobleme verfolgt. Die Wahl