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Vernehmlassung 2015/58: Konzeptbericht Mobility Pricing · 68 Seiten

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N511-1025

5.2. Modellparameter Strasse

Der morphologische Kasten Strasse beschreibt, wo und was bepreist wird und erklärt Tarifgestaltung, Kompensation sowie Erfassungstechnik. Nachfolgend werden die im morphologischen Kasten genannten Modellparameter summarisch beschrieben. Für Details zu den einzelnen Modellparametern wird auf Anhang I verwiesen.

Wo wird bepreist?

Mit der Frage nach dem wo wird eruiert, welche Objekte bepreist werden sollen. Folgende Modellparameter wurden definiert: Parkraum, Abschnitt, Netz, Zone, Zone-Netz-Zone und Gebiet. Parkräume sind Parkplätze im öffentlichen Strassenraum. Ein Abschnitt könnte eine Kunstbaute (Brücke, Tunnel) umfassen. Als Netz wären das Nationalstrassennetz oder Unterkategorien wie die Nationalstrassen 1. und 2. Klasse möglich. Mit einer Zone werden sämtliche Strassen in der Zone bepreist, beispielsweise innerhalb einer Agglomeration. Mit Zone-Netz-Zone ist die Verknüpfung von Netz und Zone gemeint, beispielsweise das Nationalstrassennetz mit verschiedenen Agglomerationen. Beim Gebiet soll die Bepreisung schliesslich flächendeckend auf allen öffentlichen Strassen erfolgen.

Was wird bepreist?

Mit der Frage nach dem was wird eruiert, welche Subjekte bepreist werden sollen. Folgende Modellparameter wurden definiert: leichte Personenwagen, schwere Personenwagen, leichte Sachentransportfahrzeuge, schwere Sachentransportfahrzeuge, Motorräder und der Langsamverkehr.33

Tarifgestaltung

Mit der Frage nach der Tarifgestaltung wird die Art der Bepreisung erklärt. Folgende Modellparameter wurden definiert: Objektgebühr, Pauschalabgabe, Kilometerabgabe, Abgabe örtlich variabel, Abgabe zeitlich variabel, dynamisch nach Verkehrsmenge, nach Emissionsstufe oder nach Gewicht/Achsen. Eine Objektgebühr könnte beispielsweise für die Passage eines Tunnels oder einer Brücke erhoben werden oder eine Pauschalabgabe für die Benutzung eines bestimmten Netzes (analog zur heutigen Nationalstrassenabgabe). Möglich sind aber auch Kombinationen einzelner Modellparameter, beispielsweise eine Objektgebühr variabel nach Zeit oder eine Kilomterabgabe variabel nach Zeit oder nach Emissionsstufe (analog zur heutigen leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe [LSVA]).

Kompensation

Mit der Frage nach der Kompensation wird aufgezeigt, welche bestehenden Abgaben durch die Bepreisung ganz oder teilweise ersetzt werden können. Folgende Modellparameter wurden definiert: Nationalstrassenabgabe, Mineralölsteuer, Mineralölsteuerzuschlag, Automobilsteuer, LSVA, Motorfahrzeugsteuer, Parkgebühren und Versicherungsprämien.

 Aus all diesen Modellparametern wird das Pricingkonzept gebildet (Vgl. Ziff. 4.2).

Erfassungstechnik

Mit der Frage nach der Erfassungstechnik wird eruiert, wie die technische Umsetzung34 erfolgen kann. Folgende Modellparameter wurden definiert: Zahlstelle, e-Vignette, Videomaut, Funkmaut oder Smart-Device.

 Die Erfassungstechnik bildet einen Teil des Systemkonzepts ab (Vgl. Ziff. 4.3).

33 Es ist offen, inwieweit leichte und schwere Arbeitsfahrzeuge ebenfalls ins Pricingkonzept einbezogen werden sollen. Sie werden im morphologischen Kasten daher nicht separat aufgeführt.

34 Im Grundsatz gilt (zumindest) heute: Je komplexer das System ausfällt, desto höher fällt der Erhebungsaufwand aus. Künftig – im Zuge der technologischen Entwicklung – könnte dieser Grundsatz jedoch hinfällig werden.