Vernehmlassungsvorlagen und erläuternder Bericht

Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 214 Seiten

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Eine wichtige Rolle kommt auch der berufsorientierten Weiterbildung zu. Zudem hat die Förderung des lebenslangen Lernens zum Ziel, dass Arbeitnehmende mit den Entwicklungen des Arbeitsmarktes Schritt halten können (vgl. Ziff. 2.1). 2025–2028 stehen an der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung (EHB) u.a. die strategischen Themenfelder «Wandel und Innovation in der Berufsbildung» sowie «Digitale Transformation» im Zentrum.

Für die Hochschulen bilden Lehre und Forschung die Grundpfeiler der Förderung der Digitalisierung: In der Lehre gilt es über die neuen Technologien, d. h. mit neuen Lern- und Lehrformen, zur Bewältigung der gesellschaftlichen Herausforderungen des technologischen Wandels beizutragen. In der Forschung soll die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen mit ihren Strategien zur wissenschaftlichen Information, zum Zugang zu den Forschungsresultaten und zur Datenauswertung gestärkt werden.

In diesem Bereich fördert der Hochschulrat der Schweizerischen Hochschulkonferenz mit dem Instrument der projektgebundenen Beiträge gemäss HFKG weiterhin Projekte zugunsten der Digitalisierung an allen Hochschultypen.

Für die Forschung sind die Nationale Schweizer Strategie für Open Research Data und der dazugehörige Aktionsplan zentral: Der öffentliche Zugang zu Forschungsdaten (Open Research Data, ORD) spielt in vielen Forschungsbereichen eine immer wichtigere Rolle und ist ein Grundelement der guten wissenschaftlichen Praxis. Daher ist auch die Organisation von Forschungsdaten nach den FAIR-Prinzipien (FAIR research data management)62 sehr wichtig. Auf dieser Grundlage entstehen Daten von hoher Qualität, die sodann auffindbar, reproduzierbar und wiederverwendbar sind und damit auch für die Sekundärnutzung (z.B. Gesundheitsdaten für die klinische Forschung) zur Verfügung stehen und deren Potential effektiv genutzt werden kann. Der Bundesrat sieht eine hohe Bedeutung in der gezielten Entwicklung eines Ökosystems von Dateninfrastrukturen, -plattformen und -diensten, das kohärent, zugänglich, interoperabel und international vernetzt ist, um die Leistungsfähigkeit und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des BFI-Standorts Schweiz auf höchstem Niveau zu halten. Vor diesem Hintergrund hat das SBFI die BFI-Partner beauftragt, eine Datenstrategie zu erarbeiten, welche 2021 vorgelegt wurde. Der darauf basierende Aktionsplan für den Zeitraum 2022 bis 202863 stellt die Weichen für gezielte und abgestimmte Massnahmen der verantwortlichen Trägerorgane in der Förderperiode 2025–2028 (vgl. Ziff. 2.4, 2.5, 2.7). Eine wichtige Koordinationsaufgabe übernimmt dabei der strategische Ausschuss der BFI-Partner (ORD Strategy Council). Der Bund selber will Datenwissenschaft künftig gezielter einsetzen, um Regierung und Verwaltung in ihrer Arbeit zu unterstützen. Der Bundesrat hat dazu am 2. Dezember 2022 die Datenwissenschaftsstrategie des Bundes verabschiedet64.

Zur Sicherung der Innovationsfähigkeit stehen bei Innosuisse die «Flagship Initiative» und thematische Vernetzungsinstrumente im Mittelpunkt. Damit fördert Innosuisse systemische, interdisziplinäre Projekte, welche im Bereich der Digitalisierung zur

62 Daten müssen findable (auffindbar), accessible (zugänglich), interoperable (interoperabel) und reusable (wiederverwendbar) sein.

63 Abrufbar unter: www.swissuniversities.ch > Themen > Digitalisierung > Open Research Data

64 Abrufbar unter: www.admin.ch > Dokumentation > Medienmitteilung 2022 > Bund setzt Ziele zum Einsatz der Datenwissenschaft