Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2023/9: Förderung von Bildung, Forschung und Innovation in den Jahren 2025–2028 (BFI-Botschaft 25–28) · 75 Seiten

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3.2.6 Internationale Zusammenarbeit in der Bildung (Vorlage 6)

Zusammenfassung: Begrüsst wird die internationale Zusammenarbeit in der Bildung, die in Form von Beiträgen an Mobilitäts- und Kooperationsprogramme, Talentförderung und institutionelle Kooperationen sowie Stipendien für ausländische Studierende gefördert wird. Rund 15 % der Stellungnehmenden, die sich zur internationalen Zusammenarbeit in der Bildung äussern, fordern eine Erhöhung der Beiträge für Mobilitäts- und Kooperationsprogramme in der Bildung. Vor allem Vernehmlassungsteilnehmende aus der Wirtschaft fordern, dass Schüler- oder Studierendenaustausche bei den berufsorientierten Ausbildungen stärker gefördert und insgesamt weniger universitätslastig aufgebaut sind.

3.2.6.1 Internationale Mobilitäts- und Kooperationsprogramme in der Bildung

GR, VS, ZH, BFH, FH Schweiz, H+, PHLU, SFI, swissuniversities, UZH, SUB, VSS und wissensstadtdavos fordern den Bund auf, die Beteiligung der Schweizer Hochschulen an den Europäischen Hochschulallianzen zu gewährleisten, ohne damit das Budget für die studentische Mobilität zu schmälern. Gemäss SUB und VSS sollen pro Jahr zusätzliche 12 Mio. CHF für die Teilnahme von Schweizer Universitäten an internationalen Allianzen bereitgestellt werden.

GR, VD, VS, BFH, ETH-Rat, H+, PHLU, SFI, swissuniversities, UZH und wissensstadtdavos begrüssen die Erhöhung der Finanzmittel für die internationale Zusammenarbeit im Bildungsbereich, insbesondere die Unterstützung der Schweizer Hochschulen, die an europäischen Hochschulallianzen beteiligt sind. Diese dürfe allerdings nicht auf Kosten der Finanzierung der individuellen Mobilität gehen.

BL, BS, GE, VS und Travail.Suisse befürworten die Weiterführung der internationalen Mobilitäts- und Kooperationsprogramme in der Bildung. Travail.Suisse erachtet diese Programme als äusserst wichtig, um die persönliche Weiterentwicklung und den Aufbau von beruflichen Netzwerken zu ermöglichen. sgv, Travail.Suisse, swisstextiles und SFF begrüssen das Beibehalten der Wachstumsrate im Bereich der internationalen Mobilitäts- und Kooperationsaktivitäten im Bildungsbereich. GE stellt fest, dass die Unterstützung des Bundes für die Mobilität entscheidend ist, damit die Schweizer Studierendenschaft nicht benachteiligt wird. FDP unterstützt die Idee eines Verpflichtungskredits für den Bereich Austausch und Mobilität, damit Schweizer Jugendliche auf europäischer Ebene nicht benachteiligt werden.

Aus Sicht von GRÜNE, bikoa, HES-SO, SAJV, SDSN und VSS sollen die Beiträge für internationale Mobilitäts- und Kooperationsaktivitäten erhöht werden. bikoa fordert zusätzlich eine Überprüfung der Budgets. SDSN, SAJV und pusch sind der Ansicht, dass die Mittel ungenügend sind, um der Nachfrageentwicklung standzuhalten. Sie fordern deshalb eine Erhöhung des Budgets um 10 Mio. CHF pro Jahr. Da die Assoziierung an Erasmus+ das Ziel des Bundesrates bleibe, ist es für SAJV wesentlich, dafür in allen Bildungsbereichen und für alle Aktivitätstypen mit substanziellen Budgeterhöhungen den Weg zu ebnen; dies auch mit Bezug auf den Anschluss von Schweizer Institutionen an die Europäischen Hochschulallianzen, Centers for Vocational Excellence und ggf. Teacher Academies. Die mit den 2022 totalrevidierten Rechtsgrundlagen erzielte Flexibilität für weltweite Förderung von Aktivitäten ist für SAJV ausserdem eine Illusion, sofern dafür keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung stehen.

FR, GLP, VSS und SDSN fordern eine stärkere finanzielle Unterstützung für Mobilitätsprogramme der sogenannten «Schweizer Lösung», insbesondere über eine solide Finanzierung der Agentur Movetia. Gemäss ZH und UZH ist die Schweizer Lösung unterfinanziert. ZH fordert, dass die knappen Mittel in die effektivsten Massnahmen investiert werden sollen und UZH fordert zusätzliche Mittel für neue, innovative Mobilitätsprogramme. JU unterstützt die Finanzierung der «Schweizer Lösung» vorläufig als Überganglösung. GLP hinterfragt die Höhe, Effizienz und Berechnung der Beiträge und fordert mehr Transparenz. Sie unterstützt die Ausweitung des geographischen Fokus der Aktivitäten, erinnert aber an die Relevanz der EU als essenzieller Partner. HES-SO bestreitet die Aussage, dass sich die «Schweizer Lösung» bewährt hat und erachtet diese als nur teilweise zufriedenstellend. Die Hochschulen würden dadurch gegenüber ihren europäischen Partnern zunehmend ins Hintertreffen geraten.

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