Rapport sur les résultats

Consultation 2007/63: Iv. pa. 03.436 „Pour des campagnes de votation équitables“ · 101 pages

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Parlamentarische Initiative 03.436 Faire Abstimmungskampagnen. Vernehmlassungsergebnisse p. 15 Initiative parlementaire 03.436 Pour des campagnes de votation équitables. Consultation. Résultats

Iniziativa parlamentare 03.436 Imparzialità delle campagne elettorali. Risultati della consultazione

3 Überblick über die Stellungnahmen Aperçu des prises de positions Compendio dei pareri

31 Gesamtbeurteilung Bundesgesetz über die Mitwirkung der politischen Parteien an der Meinungs- und Willensbildung des Volkes Avis global sur la Loi fédérale précisant le rôle des partis politiques dans la formation de l'opinion et de la volonté populaires Valutazione globale della Legge federale concernente il ruolo dei partiti politici nella formazione dell’opinione e della volontà popolari

Positiv Negativ Positif Négatif Positivo Negativo

Kantone/Cantons/Cantoni 6 Kantone/Cantons/Cantoni17

BE, AR, SG, TG, TI, JU ZH, LU, SZ, OW, NW, GL, ZG, SO,

FR, BS, SH, AI, GR, AG, VD, VS, NE,

Parteien/Partis/ Partiti 3 Parteien/Partis/ Partiti3

SPS, CVP, EDU SVP, PLS, EVP Wirtschaft/Economie/Economia 1 Wirtschaft/Economie/Economia12

SBV/USP/USC economiesuisse, SAV, SGV/USAM,

SGB/USS, CP, SwissMem, AIHK,

cvam, cvci, FER, HKbB, IHK-SGApp,

Uebrige/Autres/ Altri 4 Uebrige/Autres/ Altri13

SSV, allmedia, asw, ASO/OSE bsw, CTvR, IGEM, publisuisse, RRR,

CRR, RSR, Schweizer Presse,

SRG/SSR, SW/PS, SWA/ASA,

UNIKOM, vsp,

Total/Totale 14 Total/Totale45

Begründungen/Motivations/Motivazioni

1. „Grundsätzlich trifft es zu, dass verschiedene Abstimmungskampagnen in der jüngeren

Vergangenheit durch Interessengruppen geprägt waren, die mit hohem Mitteleinsatz eine starke Medienpräsenz erreicht haben. Gleichzeitig sind verschiedentlich Befürchtungen aufgetaucht, wonach sich in den letzten Jahren bei den politischen Parteien Erosionstendenzen zeigten und diese als traditionelle Meinungsträger tendenziell an Einfluss verloren haben. Allerdings erscheint es fraglich, ob mit den vorgeschlagenen Gesetzesänderungen der geltend gemachten Verschlechterung der demokratiepolitischen Voraussetzungen für faire Abstimmungskampagnen entgegengewirkt werden kann. Insbesondere ist zu fragen, ob durch Werbespots von höchstens 30 Sekunden «mit einfachen Schlagworten und plakativen Bildern» (Erläuterungen Seite 26) eine qualitative Verbesserung der Information der Stimmberechtigten erreicht und die Gefahr einer einseitigen Beeinflussung des Stimmvolkes durch finanziell potente Pressure Groups erfolgreich gebannt werden kann. Eine sachgerechte Darstellung von komplexeren Vorlagen ist dadurch jedenfalls nicht gewährleistet. Zudem dürfte die prominente Platzierung der lnitiativ- und Referendumkomitees in den Abstimmungskampagnen direkt oder indirekt Parteien bevorzugen, die besonders häufig (und erfolgreich) lnitiativen lancieren und Referenden ergreifen. Auch ist in diesem Zusammenhang zu befürchten, dass die vorgesehene starre Regelung für Dauer, Häufigkeit und Platzierung der Abstimmungsspots auf Grund der proportionalen politischen Stärke der Parteien im Parlament gerade nicht dem Gedanken dient, eine gewisse Waffengleichheit unter allen Beteiligten herzustellen.