Rapporto sui risultati
Consultazione 2009/20: Revisione urgente della legge federale sull'assicurazione malattie (LAMal) · 54 pagine
Fedlex · Rapporto sui risultati · Pagina 45Fedlex · Rapporto sui risultati
Andrea Mengis, Procap
Wir unterstützen sehr die Bemühungen für die Kosteneindämmung im Gesundheitswesen. Wir haben allerdings auch sehr grosse Mühe mit dem Schnellverfahren, wie bereits verschiedentlich erwähnt. Wir erachten das Ganze als eine sehr komplexe Materie und wir sind uns ziemlich unklar über die Ursachen. Wir haben heute verschiedene Akteure in diesem Zusammenhang gehört und alle sagen, es liege nicht an ihnen oder nicht nur oder es ist eine Verlagerung. Uns wäre es wichtig, dass man das gründlich prüft, bevor man vorschnelle Massnahmen ergreift.
Folgendes ist für uns schwierig zu verstehen: Man sagte uns in den Unterlagen, dass es darum geht, die privaten Haushalte zu entlasten, wegen der befürchteten oder kommenden Prämienerhöhung. Und gleichzeitig werden diese privaten Haushalte wieder belastet mit der Behandlungsgebühr. Die Frage des Nutzens ist für uns ungeklärt. Das Gleiche mit der Wirksamkeit; wir haben hier verschiedene Voten dazu gehört. Stichworte, das man zu spät zum Arzt geht oder der administrative Aufwand sehr hoch ist. Für uns ist zu wenig geklärt ob diese Massnahmen wirklich Kosten senkend wirken. Wir bezweifeln dies.
Ein ganz wichtiger Punkt, der mehrmals genannt wurde und uns ein wichtiges Anliegen ist, sind die chronisch Kranken und die Pflegebedürftigen. Ich denke, diese werden durch diese Behandlungsgebühr zu sehr belastet und der psychologische Effekt geht bei diesen Menschen mit Krankheit und Behinderung fehl. Diese Leute brauchen diese Behandlungen. Sie können darauf nicht verzichten. Es sollte nur Leute treffen, die nur einmalig zum Arzt gehen und vorschnell ärztliche Hilfe holen.
Danielle Lehmann, UNION, schweizerischer komplementärmedizinischer Ärzteorganisationen Luzern
Wir haben vor allem Bedenken, dass es bei so schnell eingeführten Massnahmen schwierig ist die Konsequenzen richtig vorauszusehen. Da ist es so, dass wir komplementärmedizinischen Ärzte schon schmerzlich leiden mussten unter Ihren schnellen Entscheidungen. Da wir fast alle in der ärztlichen Grundversorgung als Hausärzte arbeiten, können wir uns den Voten der Hausarztvertreter Frau Enz, Prof. Bürgi und auch der Chirurgen anschliessen.
Uns ist es einfach sehr wichtig, dass die Telefontriage koordiniert wird mit den kantonalen Bemühungen, die Notfalldienste neu zu regeln, damit nicht neue Systeme entstehen.
Bei den Behandlungstaxen: Hier begrüssen wir, dass Schwangere und Kinder von der Regelung ausgenommen werden, fragen uns aber, ob die Liste der Ausnahmen nicht noch vergrössert werden sollte, z.B. mit den blutverdünnten Patienten. Ich habe schon jetzt Diskussionen mit meinen Quick-Patienten, die sagen, dass, wenn dann die CHF 30.– kommen, wir ihnen die Karte ausfüllen müssen bis Ende Jahr. Das ist natürlich gefährlich. Die Qualität der Patientenbehandlung wird durch die CHF 30.– zudem beeinflusst werden. Gerade die Hausärzte haben ja oft mit den unspezifischen, harmlosen Symptomen von Krankheiten zu tun, die sich evtl. später ernsthaft entwickeln können. Da kommen wir dann sehr unter Druck, weil die Patienten nur einmal kommen wollen, dass wir schon in der ersten Konsultation eine maximale Abklärung machen müssen, was natürlich viele Kosten mit sich bringt.
Für uns ist es klar, es gilt heute eine nachhaltige, mehrheitsfähige Lösung zu finden für unser Gesundheitswesen und wir erachten dieses Paket als eine «Pflästerlipolitik» und nicht als eine nachhaltige Lösung.
Christina Werder, SGB
Ich beginne beim zusätzlichen Beitrag des Bundes an die Prämienverbilligung. Wir unterstützen und begrüssen den Vorschlag des Bundesrates, diesen Beitrag zu erhöhen. Nur reichen aus unserer Sicht diese CHF 200 Mio. in keiner Art und Weise. Im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld darf die Kaufkraft, die durch die Prämienerhöhung automatisch gesenkt wird, nicht einfach den Haushalten überlassen