Rapporto sui risultati
Consultazione 2022/2: Legge federale sull’infrastruttura di dati sulla mobilità · 284 pagine
Fedlex · Rapporto sui risultati · Pagina 267Fedlex · Rapporto sui risultati
Riferimento: BAV-011-11/15/2/1/3/1
Mit den Fachnetzen können nun spezifische Sichten abgebildet werden, bleiben aber durch die Referenzierung auf das Basisnetz miteinander verknüpfbar. Damit werden neue Anwendungen ermöglicht. Als Beispiel wird die Bewilligung von Ausnahmetransporten genannt. Dazu müssen verschiedene Daten aus unterschiedlichen Quellen (ASTRA, Kantone, Private) verknüpft werden.
Neben dem Basisnetz müssen einige Fachnetze angeboten werden, damit grundlegende Anforderungen an das System Verkehrsnetz CH bedient und Ziele der MODI erfüllt werden können. Der aufgeführte Datenumfang im Grundausbau basiert auf dem heutigen Wissensstand zu den Anforderungen an Verkehrsnetz CH. Mit neuen, im Laufe der Realisierung gewonnen Erkenntnissen sind Anpassungen möglich.
Es geht momentan nicht primär um die Dateninhalte, sondern um die Gefässe. Woher diese befüllt werden, muss in nächster Zeit geklärt werden.
Am Beispiel eines Blaulichtroutings wird das Problem von verschiedensten Datenquellen erläutert. In einer Pilotanwendung konnte Verkehrsnetz CH nachweisen, dass eine Verknüpfung der benötigten Daten möglich ist und eine Anwendung darauf aufbauend funktioniert.
Beiträge / Diskussion
Markus Sieber (BPUK/KöV): Noch unklar: Wo ist die Abgrenzung von Basisnetz und Fachnetzen?
Antwort Stefan Zingg (swisstopo): Am Beispiel von Strassen lässt sich dies einfach erläutern: Das Basisnetz ist ein einfaches Kanten/Knoten-Modell, in dem die Strasse nur mit einer Achse geführt wird. Die geometrische Detaillierung von Fahrspuren, Schilder, Abbiegebeziehungen etc. sind Fachinformationen, die in Fachnetzen geführt werden.
Hans Andrea Veraguth (KGK, Kt. GR) fragt, wie die Daten von Dritten ins Verkehrsnetz CH gebracht werden. Wird dies mittels Schnittstellen oder Datenkopien geschehen?
Stefan Zingg (swisstopo) erklärt, dass keine Daten abgegriffen werden sollen. Die Daten bleiben vor Ort. Wir schaffen aber Werkzeuge, damit eine Verknüpfung möglich wird.
André Streilein (swisstopo) ergänzt, dass keine langen Wege gewünscht sind, damit die Daten möglichst aktuell sind. Es sollen Redundanzen und Lücken abgebaut werden und der Endnutzer muss zu den Daten kommen. Wie dies praktisch umgesetzt werden kann, muss geklärt und geregelt werden.
Martin Urwyler (ASTRA): Der Zeitaspekt muss ins Spiel gebracht werden. Die eigentlichen Fachnetze werden bereits jetzt gebaut. Beispielsweise werden Netze zum Langsamverkehr jetzt gebraucht. Wie sollen diese später in das Verkehrsnetz CH gebracht werden?
Stefan Zingg (swisstopo): Die Vorgaben von Verkehrsnetz CH bleiben schlank, damit alle möglichen bestehenden und neuen Mobilitätsdaten über Verkehrsnetz CH vernetzt werden können.
Spätere Konfigurationen sind möglich. Mit Fachnetzen, welche sich im Aufbau befinden, findet so früh wie möglich eine Koordination statt, damit diese möglichst kompatibel zu Verkehrsnetz CH konzipiert werden können. Diese Koordination geschieht aktuell z.B. mit dem Velowegnetz.
André Streilein (swisstopo): Zielführend ist die gemeinsame Organisation. Verkehrsnetz CH will und soll die Welt nicht neu erfinden, sondern zur wechselseitigen Organisation beitragen.
Martin Barrucci (KGK, Kt. TG) merkt an, dass der Begriff «Anwendungen» widersprüchlich/verwirrlich verwendet wird. Einerseits wurde genannt, dass Verkehrsnetz CH keine Applikationen anbieten wird, andererseits sind im Funktionsumfang Anwendungen genannt. Applikationen sind Anwendungen.
267/284 BAV-D-318B3401/238