Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2002/17: Vereinheitlichung des Zivilprozessrechts (Schaffung einer gesamtschweizerischen Zivilprozessordnung) · 956 Seiten

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Formulierungsvorschlag Art. 364 Abs. 2:

Unterzieht sich die betroffene Person einer vom Schiedsgericht angeordneten Massnahme nicht freiwillig, trifft ein zuständiges staatliches Gericht auf Ersuchen des Schiedsgerichts oder einer Partei mit dessen Zustimmung die erforderlichen Anordnungen.; es wendet dabei sein eigenes Recht an.

Abs. 4: Im Bericht zum VE wird festgehalten, dass der Begriff "Gericht" im zweiten Satz von Abs. 4 sich auch auf Schiedsgerichte bezieht. Der Klarheit halber sollte dies auch im Gesetzestext festgehalten werden.

Formulierungsvorschlag Art. 364 Abs. 4:

Die gesuchstellende Partei haftet der andern für den aus einer ungerechtfertigten vorsorglichen Massnahme erwachsenen Schaden. Beweist die gesuchstellende Partei, dass sie ihr Gesuch in guten Treuen gestellt hat, können das staatliche Gericht oder das Schiedsgericht die Ersatzpflicht ermässigen oder gänzlich von ihr entbinden. Der Anspruch kann im hängigen Schiedsverfahren geltend gemacht werden.

OAFRI: al. 2: Le Rapport (p. 174) explique la relation entre les mesures ordonnées

par le tribunal arbitral et les mesures complémentaires prises par le tribunal étatique. Cette relation ne ressort pas du texte légal, qui doit être précisé.

Art. 365

Kantone / Cantons / Cantoni

OW: Gemäss Art. 365 Abs. 2 kann das Schiedsgericht oder eine Partei mit dessen

Zustimmung das staatliche Gericht um Mitwirkung bei der Beweisabnahme oder Vornahme sonstiger gerichtlicher Handlungen ersuchen. Damit könnte das Schiedsgericht aufwändige Beweiserhebungen an die staatlichen Gerichte delegieren. Es geht nicht an, im Rahmen eines Schiedsgerichtsverfahrens die zeitraubenden Beweisabnahmen einfach den staatlichen Gerichten aufzuerlegen. Wie in Art. 184 Abs. 2 und Art. 185 IPRG ist vielmehr vorauszusetzen, dass diese Delegation der Beweisabnahmen nur dann möglich ist, wenn für die Durchführung des Beweisverfahrens staatliche Rechtshilfe erforderlich ist.

TI: Cpv. 2: Il cpv. 2 si ispira dall'art. 184 cpv. 2 LDIP e va oltre quanto previsto

dall'art. 27 cpv. 2 Conc. Quest'ultimo articolo da infatti la possibilità al solo tribunale arbitrale di richiedere il concorso del giudice statale, ma solamente in caso di necessità (cioè quando l'assunzione di un mezzo di prova è riservato al potere pubblico).

Il Progetto di CPCF va ben oltre non vi sono più questi limiti per chiedere l'assistenza del giudice statale, sia da parte del TA sia delle parti medesime (con il consenso del TA). E' dunque possibile dirottare sul giudice statale (senza particolari motivazioni) l'istruttoria di una parte (o, al limite di tutto) il litigio sottoposto alla giurisdizione arbitrale.

La Commissione ritiene che questa soluzione non sia ammissibile e che debba essere reintrodotto sia il requisito della "necessità" sia la possibilità che la richiesta provenga dal "solo tribunale arbitrale".