Ergebnisbericht

Vernehmlassung 2004/13: Teilrevision des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Immobiliarsachen- und Grundbuchrecht) · 486 Seiten

Fedlex · Ergebnisbericht · Seite 281Fedlex · Ergebnisbericht

vorzusehen. Für eine Abweichung der Frist im Dienstbarkeitsrecht ist kein sachlicher Grund vorhanden.

Um die Aufhebung auch für Rechtsnachfolger der Dienstbarkeitsberechtigten verbindlich zu machen, sollte - wiederum in Analogie zum Miteigentumsrecht (Art. 650 Abs. 2 VE-ZGB) - die Vormerkung der Aufhebung im Grundbuch vorgesehen werden.

Antrag:

Art. 740a Abs. 2:

"Das Recht, durch Verzicht ..... auf höchstens {g} 50 Jahre ausgeschlossen und im Grundbuch vorgemerkt werden."

SAV: Warum nicht auch hier 50 Jahre wie gemäss dem neuen Art. 650 Abs. 2?

SBV: Im Sinne einer Harmonisierung und in Anbetracht, dass auch ein Dienstbar-

keitsrecht von grosser Bedeutung sein kann, muss Absatz 2 dieses Artikels geändert werden. Die Frist von 30 Jahren ist auf wiederum 50 Jahre auszudehnen.

Art. 740 Abs. 2

Das Recht, durch Verzicht auf das Dienstbarkeitsrecht aus der Gemeinschaft auszuscheiden, kann durch Vereinbarung in der Form des Dienstbarkeitsvertrags auf höchstens 50 Jahre ausgeschlossen werden.

SNV: Es ist durchaus positiv, die Gemeinschaft der Dienstbarkeitsberechtigten

schützen zu wollen, indem ein Ausscheiden aus der Gemeinschaft unter Verzicht auf das Dienstbarkeitsrecht für eine bestimmte Dauer ausgeschlossen werden kann. Nicht ersichtlich ist hier wie auch schon andernorts, warum eine Frist von 30 Jahren als angemessen betrachtet wird. Es geht hier ja um Dienstbarkeiten, welche eine gemeinschaftliche Vorrichtung beinhalten. Somit ist regelmässig auch eine Unterhaltspflicht für diese Vorrichtung (z.B. eine Zufahrtsstrasse) vorgesehen. Wenn nun Berechtigte auf die Dienstbarkeit verzichten, so erhöht sich die Belastung für die anderen u.U. in untragbarer Weise.

SVV: In Art. 740 a Abs. 2 (neu) beantragen wir eine Angleichung an Art. 650 Abs. 2;

demgemäss wäre die Frist für den Ausscheidungsverzicht von 30 Jahren auf 50 Jahre anzuheben.

Uni LA: Le libellé de cette disposition est trompeur. Il doit d'abord être tenu compte

du fait qu'il ne peut s'agir en aucun cas d'une seule et même servitude, mais bien de plusieurs servitudes distinctes et identiques. Ainsi en va-t-il certainement en droit suisse, selon une doctrine unanime, de la constitution simultanée de plusieurs servitudes de même contenu en faveur d'immeubles distincts (cf. P. Liver, Commentaire zurichois, 1980 n. 28 et 30 ad. 730 CC) comme en cas de division du fonds dominant (P. Liver, opus cité, n. 20 ss ad. 743 CC, et D. Piotet, in Mélanges P. Piotet, 1990 p. 91 et ss, avec des références). A cela s'ajoute qu'il est exclu d'appliquer les règles de la copropriété si les servitudes sont de rangs différents: dans un tel cas en effet, l'exercice par le titulaire du droit le plus ancien va effacer l'exercice par le titulaire du droit le plus récent, sans qu'il y ait de place à des décisions prises en commun selon le régime de la copropriété.